ABÖJ Weblog

Archiv für den Monat September 2007

Interview: Irene Gruber, Wels

Sonntag, 30. September 2007, von Weblog Admin

Was macht uns einzigartig?
Ich denke, dass wir mit Abenteuern und Erlebnissen fast nicht mehr zu toppen sind.
und das ist es auch was uns so einzigartig macht……
die natur, die zelte, ein lager einfach einmal anders. Ich denke auch das wir vom input und stille zeit ein sehr gutes konzept haben. Es ist für die kinder persönlich in kleingruppen und allgemein für die großgruppe und das find ich ist ein sehr wichtiger teil.

Mitarbeitertreffen?
Ich denke, dass die regionalen Treffen so wie sie jetzt geplant sind sehr sinnvoll sind und bei den nationalen denke ich mir, dass es sehr wichtig ist, dass wir untereinander in kontakt bleiben , gemeinsame ziele und visionen verfolgen und untereinander ausgetauscht wird. Jedoch bin ich der meinung einen fixen termin um des termines willen zu vereinbaren wäre nicht nötig!

Was muss ein überregionales Netzwerk bieten?
es soll infomativ sein, eltern einen Überblick geben, ansprechend und auf dem neuesten stand sein und für alle zugänglich sein können!

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Unsere Arbeit bleibt zeitgemäß, indem wir die realität und alltagssituationen in andachten, beispielen usw. einfließen lassen und ihnen praktisch im geistlichen und alltäglichen einiges lernen. Somit können sie sich auch besser mit Themen identifizieren und auf ihr leben umlegen.

Ein festes Redaktions-Team für jede Region?
Ich denke, dass der ansatz kein schlechter ist, jedoch sollte es sich in grenzen halten!
Ich denke, dass dies nur dazu dienen sollte das andere leute, eltern und kinder sich einen guten Einblick in Arbeit, Ziel und Ausführung verschaffen können.

Kontakt zwischen den Gruppen?
Ich habe meistens nicht die zeit mich lange im Internet aufzuhalten, also fällt es mir leichter hin und wieder zu telefonieren. Andere jedoch würden sicher daran teilnehmen.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Ich denke, dass wir ein sehr ansprechendes, außergewöhnliches Programm haben und wir ein sehr hohes niveu haben was abenteuer und erlebniss angeht. Auch hatte ich den eindruck, dass wir nicht nur spannende aktivitäten hatten sondern auch sehr gute andachten, stille zeiten und auch einen coolen kinderlobpreis. Man sah die freude am singen in den augen der kinder und davon war ich sehr begeistert.

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Ich denke, dass es vom normalen programm keinen unterschied machen würde, jedoch sollte man gezielt bei den Andachten wert darauf legen, dass sie für eben für Kinder aus nicht christlichem elternhaus auch verständlich sind.
Ich denke aber, dass es für uns keinen großen Unterschied in der planung geben würde, da ich der Meinung bin das man keinen großen Unterschied machen sollte. Aber ich glaube, dass es für jeden einzelnen Zeltleiter mehr herausforderung ist diesen Kindern dinge zu erklären von andachten und sie gedanklich auf einen richtigen Weg bringen.

Wie siehst du den Zusammenhang zwischen Mission und nationaler Jungschar- und Teeniearbeit in Europa?
Ich denke, dass wir leiter auf jungscharlagern die funktion des vorbilds übernehmen und dies eine Wesentlich rolle spielt. Dieses praktische schristliche leben. Mission spielt eine Rolle aber durch zusammenleben, erleben, tun und voneinander lernen.

Hast du eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?
Eigentlich nicht! Ich find ihn auch nicht schlecht! Er hat schon seine Geschichte… :-)

Aböj alt

Freitag, 28. September 2007, von Weblog Admin

Ich glaube nicht, dass wir ganz neue Strukturen brauchen. So schlecht waren die gar nicht - Schulungskonzept, Regionale Arbeit etc. besteht ja. Wir müssen nicht alles neu erfinden.
Was wir brauchen sind ein paar Leute, die an der Spitze stehen und leiten. Leute, mit denen die Basis kann. Wir müssen die Mitarbeiter zusammenbringen, die sich engagieren wollen und wenn ich mich so umhöre und mir dieses Weblog anschaue, dann haben wir eine Menge Leute.
Um die eine oder andere Anstellung werden wir nicht herum kommen. Ehrenamtlich ist das nicht zu packen. Das war es noch nie, selbst als der Verein noch klein war.
Ich würde übrigens auch nicht einen neuen Namen erfinden. ABÖJ ist bekannt, jeder kann sich damit identifizieren, oder?

Montag, 24. September 2007, von Weblog Admin

Es wurde ja schon die Idee in den Raum geworfen, etwas Neues zu gründen. Ich glaube, dass wir 3 Möglichkeiten haben:

  • Etwas Neues, Eigenständiges schaffen (haben wir wirklich die nötigen Ressourcen dazu?!)
  • ABÖJ renovieren
  • das Konzept von anderen übernehmen

Idee von Dani Klement: MAL BEI BEG NACHFRAGEN …

BEG hat bereits eine Struktur für Jugendarbeit, hier ist die Frage, inwieweit man eventuell mit BEG zusammenarbeiten könnte und diese Strukturen für die Jungschar übernehmen könnte; auch punkto Schulungen – die Jungschararbeit ist von der Jugendarbeit nicht weit entfernt, so könnte man diese Ressourcen nutzen.

http://www.beg.or.at/index.php/content/view/26/50/

Aboj macht Mut

Montag, 24. September 2007, von Weblog Admin

Ich kenne jetzt nicht die Details, weiß nur, dass es um Veränderung und Orientierung geht.
Hier möchte ich anmerken, dass es meiner Meinung nach kaum einen so engagierten und gut organisierten christlichen Verein gibt, wie den Aboj.
Verbesserungen und Durchhänger gibt es überall. Aber anhand den Diskussionsbeiträgen in diesem Blog kann ich erkennen, dass Aboj quick lebendig ist.

Jetzt ist es Zeit, sich zusammen zu setzen, Ziele zu definieren und die nächsten Schritte anzugehen. Das ist ein normaler Prozess, habt keine Angst, geht mutig voran.

Gott ist mit jedem von euch und weiss, was Aboj braucht.
Mt 6,31-32

jochen vom cvjm wien

Gedanken zum ABÖJ

Freitag, 21. September 2007, von Weblog Admin


Wenn ich von Jungschar- Teenagerarbeit spreche, so denke ich an das Herzstück dieser Arbeit – den jungen Menschen ganzheitlich zu fördern – nach Geist, Leib und Seele.
Es geht den jungen Menschen zu Jesus Christus zu führen und ihn in die Gemeinde der Gläubigen hineinzuführen, wo er Tag für Tag verwandelt werden darf in das Ebenbild Jesus Christus und wo er seine Gaben und Fähigkeiten zu Ehre Gottes entfalten darf.

Dieses Herzstück der Arbeit heißt in unserer heutigen Zeit „Erlebnispädagogik“ und war immer schon Schwerpunkt der Jungschar- Teenagerarbeit. Dies unterscheidet den ABÖJ von anderen Trägern – Missionswerke, die eine Arbeit mit jungen Menschen im selben Alter durchführen.

Ein tolles Buch zu diesem Thema schrieb Hans Peter Royer „Nur wer loslässt wird gehalten“.

Ja es gilt eine Stunde - Freizeit zu gestalten, welche der Neugierde und der erhöhten Risikobereitschaft der Jugendlichen entgegenkommt. In ihrer Zeit des Sich-Suchens und Sich-Findens wollen sie ihre Kräfte, ihre Gaben und die noch schlummernden Fähigkeiten entdecken und prüfen. Nur so sind sie imstande, ihre eigenen Grenzen zu ertasten.
In der leidenschaftlichen Suche nach Wahrheit und gültigen Maßstäben werden Kinderglaube und Normen der Erwachsenen geprüft und oft verworfen. Zur Neukonstituierung muss der Glaube für sie glaubwürdig und nachvollziehbar sein.

Der Lernort „Natur“ bildet geradezu einen idealen Lernraum für ein tiefes Nachdenken und zu einem realen Existenztraining. In diesem Bereich bietet die Erlebnispädagogik für die christliche Jugendarbeit einen exzellenten Ansatzpunkt und diesen Weg geht der ABÖJ.

Und diese Arbeit sah der ABÖJ nicht getrennt von der Gemeindearbeit sondern immer in Verbindung mit der Gemeinde. Ging es doch darum, die Jungschar- und Teenagermitarbeiter durch die begabten Sekretäre und Mitarbeiter zuzurüsten, damit die Gemeinde die Arbeit vor Ort durchführen kann. Das Sommerlager war zum Teil der Höhepunkt der Jungschar- Teenagerarbeit während des Jahres und war eine Gemeindeaktivität, die mit anderen Gemeinden durchgeführt wurde. So konnten die Jugendlichen optimal betreut und Außenstehende in die örtlichen Gruppen integriert werden.

Wenn man die Interviews und Berichte liest, dann findet man dies bestätigt und ist auch ein Wunsch der Gemeinden.

Andererseits erlebte der ABÖJ auch, wie es Martin Schober schrieb, dass die Gemeinden ihn als Gratis-Dienstleister ansahen. Sie delegierten Mitarbeiter und Kinder und kamen nicht für die echten Kosten auf.

Schließlich gibt es neben der Arbeit des ABÖJ auch andere gute Kinder- Teenagerarbeiten in den Gemeinden, die sehr gesegnet sind.

Vielleicht muss der ABÖJ diesen Weg als Dienstleister gehen, wie z.B. KEB oder der Bibellesebund oder andere Missionswerke oder Gemeindebünde. Auch hier gibt es Schulungen, um die Mitarbeiter in den Gemeinden zuzurüsten. Auf der anderen Seite werden Freizeiten mit eigenen Mitarbeitern angeboten oder man hält Kinder- oder Teenagerstunden mit den eigenen Mitarbeitern in den Gemeinden ab. Die vollzeitlichen Mitarbeiter müssen zum Teil für ihre eigene Unterstützung selbst aufkommen und für die Arbeit selbst hofft man auf Spenden aus den Gemeinden und Förderer.

Lasst uns in dieser Sache das Angesicht Gottes suchen und dann seinen Auftrag ausführen.

Georg Hoffmann

Interview: Veronika Pliz, Gramastetten

Freitag, 21. September 2007, von Weblog Admin

Was macht uns einzigartig?
Etwas dass uns ganz klar von anderen Lagern unterscheidet, ist der Glaube. Jesus ist das Fundament und darauf baut sich alles auf. Ich denke mir, dass wir nicht so eine gute Teamgemeinschaft hätten, wären wir nicht Christen. Die Teamarbeit beinhaltet das sich auf den anderen verlassen können, die gemeinsame Unterstützung im Gebet und auch das einander Wertschätzen.
Auch werden unsere Lager vom Gebet verschiedener Gemeinden unterstützt und getragen.
Ein weiterer Unterschied ist die detaillierte Planung, die jedem Jungscharlager vorangeht. Ich war im August dieses Jahres noch auf einem anderen Lager mitdabei, und wir haben uns nur einmal vorher getroffen, um sich als Team kennen zu lernen.
Auch sind 90 Prozent der Mitarbeiter qualifiziert durch verschiedene Kurse die vom ABÖJ angeboten werden.
Unser Hauptziel ist nicht, den Kindern eine actionreiche, lustige Woche zu bieten, sondern ihnen Jesu Wort näher zu bringen und sie im Glauben ein Stück weit zu begleiten.

Mitarbeitertreffen?
Ich fände es gut je ein nationales und ein regionales Mitarbeitertreffen im Jahr zu organisieren. Zum gemeinsamen Austausch, aber auch Ermunterung und Motivation.

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Ich denke mir, dass es sehr wichtig ist sich über die aktuellen Lebensumstände der Kinder zu informieren und die „pädagogischen“ Ziele daran anzupassen. („Die Kinder dort abholen wo sie stehen“). Wir leben in einer Zeit der Veränderungen. Wenn wir die Kinder erreichen wollen, müssen wir uns damit auseinandersetzen. Viele Kinder leben nicht mehr in einem intakten Elternhaus- auch Christen. Medien spielen eine immer größere Rolle und beanspruchen immer mehr Zeit der Kinder. Der Einzelne spielt keine große Rolle mehr.
Ich denke, dass das für unsere Arbeit heißt, zwar Aktivitäten in der Großgruppe anzubieten, aber sich auch dem Einzelnen zu widmen. Freundschaften aufzubauen. (Natürlich auch Freundschaften der Leiter untereinander zu vertiefen, aber vor allem Beziehungen zu Kindern aufzubauen). Je größer eine Gruppe ist, umso mehr muss man darauf achten. Etwas dass ich auch noch sehr wichtig finde ist, dass man die Jungschärler untereinander bekannt macht und zum Beispiel Gruppen nicht nach Jungschar einteilt, sondern „zusammenwürfelt“. Wobei aber 2 Kinder pro Jungschar in einer Gruppe sein sollen. Da liegt dann auch wieder die Verantwortung beim Gruppenleiter, dass die Kinder untereinander eine Einheit werden.
Es bedeutet für mich, Angebote und Materialien zu reduzieren, was aber nicht mit fad und ereignislos gleichzusetzen ist. Kinder brauchen auch Zeiten, wo sie zur Ruhe kommen können.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Professionalität bedeutet für mich, dass sich Ziele gesetzt werden. Es bedeutet Reflexion und Verbesserung, sowie Veränderung und auch zum Teil Anpassung an neue Umstände.
Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Information der Gemeinden. Heuer hat es zum ersten Mal ein Team gegeben, das Gemeinden informiert hat über bereits vergangene Jungscharlager und das kommende. Dies ist ein erster Schritt in Richtung Transparenz. Gemeinden wollen informiert werden, wir geben ihnen oft keine Chance. Was wir in der CGU heuer noch gemacht haben, war ein ausführlicher Bericht im September mit Fotos, einem Film und weiteren Beiträgen, wie das Vorlesen der beiden Kurzgeschichten die gewonnen haben und das Bedanken bei den Eltern die mit dabei waren. Dies gab uns die Möglichkeit, gemeindeferne Kinder einzuladen, die auch gekommen sind und noch einmal die Zeit in Erinnerung zu rufen. Die Reaktionen waren sehr gut. Einige Leute waren sehr berührt und es ist sehr gut angekommen.
Professionalität bedeutet natürlich auch geschulte Mitarbeiter, die aber großteils vorhanden sind.
Leistungsdruck und Zeitdruck hat für mich nichts mit Professionalität zu tun, da es um Qualität, nicht Quantität geht. Wenn wir uns zu sehr bestimmen lassen von Erfolgen, übersehen wir den Einzelnen- das Kind und auch den Leiter.

Kontakt zwischen den Gruppen?
Ein Beispiel für vernetzte Kommunikation und Zusammenarbeit unterschiedlicher Gemeinden ist das JesusHouse. Es sind Mitarbeiter aus verschiedene freichristlichen, aber auch Pfingstgemeinden und evangelischen Kirchen beteiligt. Unterschiede und Schwerpunkte der verschiedenen Gruppen werden nicht als Hindernisse, sondern als Herausforderung gesehen, voneinander zu lernen und profitieren. Fundamente sind Jesus Christus und Gebet, und Gott segnet diese Arbeit.

Wie siehst du den Zusammenhang zwischen Mission und nationaler Jungschar- und Teeniearbeit in Europa?
Ich denke mir, Jesus gab uns den Missionsauftrag, (Matthäus 28, 19) und daher finde ich es gut, Kindern diesen auch mitzuteilen und näherzubringen. Sollte es uns nicht allen ein Herzensanliegen sein, anderen von Jesus zu erzählen?
„Missionieren“ bedeutet ja nicht, in ein anderes Land zu gehen und nie mehr nach Hause zu kommen. Es fängt schon beim Sitznachbarn in der Schule an. Es bedeutet auch nicht, mit der Sketchbordtafel zu „predigen“ und „Traktate“ zu verteilen, sondern es fängt im eigenen Verhalten an, dass Zeugnis von Jesus gibt und Menschen zum Nachdenken bringt. Dies Jungscharkindern zu vermitteln, ist denke ich mir sehr wichtig. Natürlich schadet es aber auch nicht, Kinder sensibel zu machen für Probleme anderer Länder, wobei ich persönlich diesen Schwerpunkt mehr in die Teeniearbeit verlegen würde.
In unserem Teeniekreis hatten wir ein afrikanisches Patenkind. Solche „Projekte“ erweitern den Blickwinkel und öffnen das Herz für andere Kulturen. Teenstreet ist eine Veranstaltung, organisiert von Operation Mobilisation, die international ist. Dadurch können Teenager erste Erfahrungen mit Menschen unterschiedlicher Länder machen, aber auch im „Missionieren“. Weiters gibt es solche Freizeiten auch im kleineren Rahmen in verschiedenen Ländern. Ich habe bei solch einer Veranstaltung in Irland teilgenommen und würde dies jedem weiterempfehlen, egal ob er vorhat längere Zeit ins Ausland zu gehen, oder nicht. Solche Erfahrungen prägen und verändern jeden.

Interview: Paul Crepcia, Wels

Donnerstag, 20. September 2007, von Weblog Admin

“Auf Zack”
Welches Magazin??? ich kenne keins. Wenn es eines online geben würde würde ich natürlich regelmäßig drauf schauen (wenn es natürlich regelmäßig aktualisiert wird).

Mitarbeitertreffen?
Regional würde ich mal sagen alle 3 Monate und national vielleicht 2-3 mal im Jahr. Ich glaube, dass es besser ist, wenn die Basis mehr in Entscheidungsprozesse integriert ist, denn auf sie stützt sich ja die Führung - wenn die ,,kleinen Leute” nichts tun, kann die Leiterschaft des ABOEJ auch nichts machen. Die Basis soll aber erst dann Entscheidungen mitentscheiden nachdem sie die Meinungen der Führungspersonalitäten erfahren hat.

Was muss ein überregionales Netzwerk bieten?
einiges ;-) gute Kommunikation untereinander, also dass jeder Jungscharhauptleiter ungefähr weiß was die anderen Jungscharen machen damit sie alle sozusagen zum gleichen Ziel hinarbeiten bzw. dass alle Kinder ein ungefähr gleiches Niveau haben (wenn die Kinder in den verschiedenen Jungscharen geistlich einigermaßen gleich weit sind ist es sicherlich einfacher für die Leiter beim Vorbereiten und beim Ausführen diverser Aktivitäten bei den Leitern)

Was weißt du über Jungschar- und Teeniearbeit in anderen Ländern?
Unterschiede: in manchen Ländern sind die Leiter strenger, es ist nicht so locker wie bei uns (kommt mir so vor) hier ein Beispiel: in einer Jungschargruppe (in Rumänien) haben die Kinder alle Büchernamen der ganzen Bibel auswendig lernen müssen und dann auch wissen müssen, um was es drinnen ungefähr geht - in unserer Jungschar könnte ich mir das nicht vorstellen. Bei anderen ist das Mitnehmen der Bibel Pflicht, bei uns nimmt es nur die Hälfte mit, obwohl es Belohnungen gibt wenn die Kinder sie öfters mitnehmen. Wenn es nicht so streng ist in einer Jungschar fühlen sich die Kinder freier und vielleicht auch wohler, aber ich glaub dass sie schon ein wenig gefordert werden sollen. Wenn es ein bisschen strenger ist nehmen die Kinder (die ihr Leben Jesus übergeben haben) die ganze Sache ernster und leben ihr Glaubensleben disziplinierter hier ein Beispiel: in unserer Jungschar machen die wenigsten Kinder regelmäßige Stille Zeit. Als ich noch so jung war hab ichs auch fast nie gemacht. Aber nach dem ersten Jungscharlager, an dem ich teilgenommen habe hab ich begonnen, sie zu machen, weil die Leiter mit uns in der Früh Stille Zeit machten, und so hab ich verstanden was das für einen Wert hat und es war auch ein gewisser Ansporn da.
Also wenn das Lager sehr locker gewesen wäre und die Stille Zeit nicht gemacht wäre hätte ich wie manche andere nicht angefangen, selber aktiv zu werden.
Das war nur ein Beispiel von vielen anderen. Ich finde es gut und schön, dass bei den ABOEJ niciht so eine Strenge herrscht, aber manchmal könnte sie nicht schaden - das ist nicht im schlechten Sinn gemeint. (Wenn ein Lehrer nicht Streng ist und nicht dauernd prüft lernen die Schüler nichts, d.h. er muss streng sein, das heißt aber nicht dass er die Schüler nicht mag! Er sieht die Früchte, die nur dann kommen, wenn ein gewisses Verfahren angewandt wird, in diesem Fall ist es die ,,Strenge”). — Nur ist es von Fall zu Fall verschieden.
Aber sonst glaub haben wir nicht so große Unterschiede zu den anderen Ländern.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Der ABOEJ ist gut im technischen Bereich (Lageraufbau,…), die positive Stimmung und der gute Umgang der Leiter untereinander hat mir gefallen, die Umsetzung der jeweiligen Themen bei den Lagern in die Wirklichkeit, also heuer z.b. beim Lager ,,Die Reise der Israeliten” beim Thema Jericho haben wir eine Burg aus schachteln gebaut, oder die Stiftshütte mit Altar…

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert oder gefehlt?
Ich persönlich finde dass es, auf Österreichisch ausgedrückt, zach war. Außer den Lagern und den Jahresabschlußveranstaltungen mit den Jungscharen (Regional) vor den Sommer war eigentlich nie etwas los. Es sollte öfters etwas regional oder überregional gemacht werden. Es sollten im Jahr einige Highlights geben, auf die sich die Kinder drauf freuen, z.b überregionales Fußballturnier…(dann gibts jedes Jahr die beste Jungschar Österreichs in Fußball ;-))
Bei sollchen Sachen ist es viel einfacher Freunde einzuladen als in einer ,,unspektakulären Jungscharstunde”.
Mir ist auch aufgefallen dass bei vielen die Motivation fehlt. Einige Kurse sind nicht gemacht worden weil sich keine Leute angemeldet haben, also da muss noch gearbeitet werden.

Verbesserungen am Sommerlager?

Nicht so viele Spiele und Aktivitäten, bei denen so viel Wert auf gute Organisation und sonstigen Äußerlichkeiten gelegt wird, sondern einfach mal mehr Zeit wo die Leiter mit den Kindern einfach irgendwas machen, z.b. einfach spazieren gehen und dabei miteinander über was reden, also dass die Leiter mehr Zeit haben den Kindern sozusagen vertraulicher zu werden und näher zu kommen - was aber nicht heißt dass die Aktivitäten schlecht sind.
Sonst glaub ich sind wir eh bei den besten Lageranbietern ;-)

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Vielleicht in der überregionalen Mitarbeiterversammlung einen Plan entwerfen, um die Kinder langsam zum Glauben zu bringen und durch gemeinsame Unterstützung die Arbeit vorantreiben, z.b. wenn eine Jungschar zu überlastet ist einen unterbelasteten Leiter von einer anderen Jungschar schicken, - wenn das nur in einer Gemeinde wäre.
Wenn es aber in mehreren Gemeinden passiert wären gemeinsame Verantsaltungen vielleicht wirkungsvoll (z.b. evangelistischer Jesushouse in diesem Fall für die älteren)

Hast du eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?
Vereinigung Öserreichischer Jungschar- u. Teeniearbeit: VOEJT

Interview: Tom Happel, Traun

Montag, 17. September 2007, von Weblog Admin


Tom Happel (Gemeindeleiter, VM Traun) mit Michi und Simon Kramer.

Wie geht es der Teenie und Jungschararbeit in Traun?
Wir sind sehr zufrieden. Unser Teenkreis ist inzwischen die Jugend geworden und wir sind dabei bald die Jungschararbeit in Jungschar und Teens zu teilen. Außerdem haben wir noch eine Kinderarbeit unter Ausländerkindern.

Welche Rolle sollen die Gemeinden in der Zukunft spielen?
Zuerst einmal sind wir total dankbar für die Arbeit und Unterstützung des Aböj. Da wir mit dem Aböj in Projekten zusammenarbeiten haben wir als Gemeinde eh eine gute Zusammenarbeit. In der Ausbildungsarbeit sind wir froh unsere jungen Leiter gut ausgebildet zu bekommen. Das sollte auch weiterhin so bleiben.

Was macht uns einzigartig?
Einzigartig ist glaube ich, das Natur pur Lager mit Feldküche und eigener Dusche und Waschanlagen (Plumpsklos gehören der Vergangenheit an, und das ist gut so). Toll ist auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Jungscharen und die Ergänzung der verschiedenen Gaben.
Wir sollten aber noch mehr das gute Material des Aböj nutzen (z.B. Boote am See oder Fluss, Klettern, Spielpakete (Hockey, Diabolo, Jonglieren etc. )) Ein Workshoplager wäre gut möglich, die Idee von Alex gefällt mir gut. (Ich könnte die Kajaks und Kanus übernehmen.)

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Sommerlager sind super. Frühlingsevent wäre wiedermal klass. Wintergames sind eher ungewiss. Die Alterseinteilung sollte bei den Teenielagern wirklich eingehalten werden. Es kommt schlecht, wenn zu junge Kids mitfahren.
Erlebnispädagogik ist super weil grundlegende Wahrheiten ganzheitlich vermittelt werden. Beim Teenielager sollte auch auf praktische Einsätze wertgelegt werden. Wie wäre es mal mit einem Teenielager auf einem Campingplatz und wir gestalten für die Kinder ein Kinderprogramm oder ähnliches.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Professionalität sollte Praxisnähe bedeuten. Effektivität liegt in der Teamarbeit, wo jeder weiß, was er zu tun hat. Ein Kernteam denkt vor und delegiert. Lesbare Erfolge und erreichbare Ziele sind absolut nötig und biblisch, denn Frucht soll man ja erkennen, oder.
Ich finde es gut wenn die Aböj Mitarbeiter die Zeit haben Vordenker und Motivatoren für die Jungscharmitarbeiter sein können. Da würde ich mir noch mehr unterstützung wünschen. Obwohl ich weiß, dass man sich auch selbst darum bemühen muß.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten siehst du für diese Arbeit?
Missionswerke, Unterstützerkreise, mehr Beteiligung der Gemeinden. Vollzeitler auch weiterhin nötig.

Was weißt du über Jungschar- und Teeniearbeit in anderen Ländern?
Größere Bünde und mehr Leiter können größere Events auf die Beine stellen. Aber vor Ort sehen die Jungschararbeiten oft sehr ähnlich aus. Modell jedes Kind hat einen “großen Bruder”, der ihn auch zu Hause besucht und den Kontakt zu den Eltern herstellt, finde ich sehr gut. Mehr Jungschararbeitsmaterial für die Österreichische Situation wäre gut.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Ausbildung, Lagerarbeit, Events, Vernetzung der Leiter.

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert/gefehlt?
Ein Jungscharmissionsteam wäre super für Kinderevangelisationen.
Ein Team von Vollzeitlern, die Jungscharmusterstunden halten würden und so vielleicht ein ausgearbeitetes Halbjahresprogramm praktisch starten und dann über die ferne betreuen könnten.
Ein Modell einer offenen Jungscharschararbeit in einer Stadt starten und dann auch auf andere Städte übertragen.

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Es müsste ein neues Konzept für eine offene Jungschar erarbeitet werden. Das meiste Material ist für Kids die schon ein Grundwissen haben.

Persönliches Mentoring?
Regionale Mitarbeitertreffen 2x im Jahr wären gut. Wenn es Konflikte innerhalb der Arbeit oder zwischen Jungschar und Gemeindeleitung gäbe, sollte ein ABÖJ Coach zu Verfügung stehen. Das andere sollte vor Ort in der Gemeinde geschehen.

Hast du eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?

  • Evangelikale Jungschararbeit Österreichs (EJÖ)
  • Bibelorientierte Jungschararbeit Österreichs (Bijö)
  • Bibelorientiertes Jungscharteam (Bjutea) :-)
  • JUTA- Jungschar und Teenager Arbeitskreis
  • Jubila - Jungschar , bibelorientierte Leiter Ausbildung
  • Oder Varianten mit einem neutralen Namen:
  • J - Punkt - Arbeitskreis bibelorientierter Jungschar- und Teenagerarbeit in Österreich.
  • Kids´r us
  • Powerkids
  • Younglife
  • Kidspro
  • Pro Kids
  • X-trakinder
  • etc.

Notwendige Veränderungen auf vielen Ebenen

Donnerstag, 13. September 2007, von Weblog Admin

Ich staune nicht schlecht über die rege Beteiligung auf diesem Weblog. Ich habe das RSS-feed abonniert und lese täglich mit großem Interesse. Euer Feuer ermutigt mich sehr.
Hier ein paar persönliche Gedanken und Erfahrungen: Was war gut – wie könnte es weitergehen. Es ist ein weites und vielschichtiges Thema, das sich in verschiedenen Ebenen darstellt.

1) Vereinsebene

Der ABÖJ-Verein liegt nicht in Scherben. Der aktuelle Vorstand hat gerade was den Verein betrifft einiges geleistet: Die Gehälter werden pünktlich bezahlt, Steuern ordentlich abgeführt, die unterschiedlichen Materialverwaltungen der Regionen zusammengeführt, es wird über Anforderungsprofile und zukunftstaugliche Strukturmodelle nachgedacht. Durch Wachstum und regional widersprüchliche Entwicklungen war hier wirklich Handlungsbedarf. Hier hat der Vorstand sichtbare Verbesserungen herbeigeführt.

2) Die Zeit bleibt nicht stehen – wir auch nicht

Der ABÖJ war nie an dem Punkt zu sagen: Jetzt passt unser Angebot, so ist es perfekt. Im Gegenteil: Immer waren Dinge in Bewegung, Veränderungen und Anpassungen waren selbstverständlich und notwendig. Wichtige Lektion: Dabei nicht das große Ziel aus den Augen verlieren und der Illusion verfallen, dass wir es irgendwie alleine schaffen könnten, wenn wir uns nur entsprechend professionell anstellen!

Wir sind konfrontiert mit Realitäten, die für uns gelten, ob es uns gefällt oder nicht:

  • Ein Generationswechsel war unbedingt nötig, neue Generationen brauchen neue MitarbeiterInnen, die sie verstehen und ihre Sprache sprechen.

  • Wir haben ein qualitativ hochwertiges Aus- und Fortbildungssystem, aber kaum Leute die es nützen

  • Die neue Generation hat keinen oder anderen Bezug zum Verein. Vereine und christliche Organisationen im engeren Sinne verlieren weltweit an Beachtung. Organisierte Religion wird abgelehnt, Spiritualität hingegen gesucht. Mehr zu dieser Entwicklung in dem hervorragenden Buch Emerging Church von Dan Kimbal.

  • Gemeinden sehen uns größtenteils als Gratis-Dienstleister. Sie delegieren Mitarbeiter und Kinder und kommen nicht für die echten Kosten auf. Ebenso halten es die Gemeindebünde. Hier scheint das Hemd näher als der Rock: Schöne Worte und kein Budget.

Ganz abgesehen wer leitet, kommt, geht – und ob neue Besen tatsächlich besser kehren – sind das Fragen, denen wir uns stellen müssen. Das hängt nicht mit Vorstand, Sekretären oder sonst jemandem zusammen.

Entwicklung von ABÖJ & Co

Organisationen verändern sich fortlaufend. Nach einer euphorischen Pionierphase geprägt von Wachstum, Begeisterung und Chaos folgt eine direktive Phase des Ordnens und Strukturierens. Wenn Personalmanagement hier versagt und Dinge übers Knie brechen will, gehen hier die kreativen und vertrauten Mitarbeiter weg, die in einer – wenigstens aus ihrer Sicht – machtbetonenden (Wir sind jetzt die Chefs und du machst was wir wollen) und bürokratischen (für alles das richtige Formular) Umgebung nicht das richtige Umfeld finden. (Detailliert ausgearbeitet in „Authentische Führung“ von Paul Donders)
Wenn eine Bewegung wie der ABÖJ weiter wachsen möchte, braucht es eine delegative Phase, in der Verantwortungen an neue Teilarbeiten abgegeben werden, die dort wieder kleine Pionierphasen erleben etc. Die Rolle der Leitung verändert sich entscheidend in Richtung Begleitung, Coaching. Hier können nur Menschen erfolgreich führen, die ein großes Herz, moralische Integrität und gewissermaßen „väterliche Freundschaft“ besitzen und anbieten können. Hier braucht es Herz-Menschen, die integrative Arbeit leisten können.

Menschliche Ebene

Zwischen Sekretären und Leitung liefen die Dinge hier nicht glücklich. Trotz vermutlich guter Absichten, konnte wenig Energie in inhaltliche Diskussion gesteckt werden. Vielmehr ging es vornehmlich um Machtkämpfe und letztendlich um die Frage aller Fragen: „Sag, wer ist der Größte im Reich der Himmel“.
(Mehr über die Machtkämpfe zwischen altem und neuem Führungsstil in dem tollen Buch „Die geheimen Spielregeln der Macht“ - man meint die Autorin hätte uns zugehört!)

Dafür sollten wir uns schämen. Wir Sekretäre haben gemeinsam vor Gott die Entscheidung getroffen, dass es für das Werk und die Arbeit in Österreich das beste ist, dieser mühseligen Diskussion durch Rückzug den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das ist schmerzhaft, weil Jungschar unser Leben und unsere Leidenschaft ist, aber es öffnet den Weg für einen Neuanfang. Und das ist, worauf es letztlich ankommt: Weder die alten Pioniere (Sekretäre) noch die neuen Verantwortlichen (H. Gangl, B. Piekharz) könnten eine Jungschararbeit in Österreich und darüber hinaus in Bewegung bringen. Wenn nicht die nächste Leitergeneration den Ball aufnimmt und Nägel mit Köpfen macht, bleibt von allen tollen Konzepten nur der Heizwert.

Berufen – Befähigt – Bewährt - das sind Leute, die Gott einsetzen kann und will

Berufen
Er ruft uns, sein Joch ist sanft und die Last leicht, denn sie passt genau, hat unsere Kragenweite.
Begabt/Befähigt
Er begabt MitarbeiterInnen auf besondere Art und Weise und befähigt sie zu der Aufgabe, zu der er sie berufen hat.
Bewährt
Wir haben keinen Mangel an Schaumschlägern und Glaubenstheoretikern. Ein Blick auf das transparente Leben eines Leiters macht seine eigentliche Qualität sichtbar.

Solche Menschen sollen den ABÖJ in die nächste Phase führen. Lässt du dich herausfordern? Willst du so jemand sein? Mir schlottern die Knie, aber lass es uns versuchen!

Martin Schober,

hat auf den Fotos festgestellt, dass er ganz schön viele Falten bekommen hat
über die Jahre in der Jungschar. Es müssen wohl Lachfalten sein!


Lachfalter: Rückblick über 20 Jahre Jungschararbeit


Interview: Rainer Gerzabek, Innsbruck

Mittwoch, 12. September 2007, von Weblog Admin

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Wie groß eine Gruppe werden darf/kann/soll, kann ich jetzt schwer beantworten. Es hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. wie setzt sich die Gruppe zusammen/ist sie eher homogen/oder gibts einige Reibereien/oder kennen sich alle Leute/usw.

Ich würde die Jungschar mit 7 Jahren beginnen (sobald die Kids die erste Volksschulklasse abgeschlossen haben) und als Denkansatz wegen des akuten Leitermangels vielerorts wieder - wie früher schon vor zehn fünfzehn Jahren einmal - als eine Gruppe inklusive Teenies führen, die für spezielle Aktivitäten/Gespräche/Andacht als Jungschar und Teenies aufgeteilt werden kann.

Dadurch könnten wir MitarbeiterInnen konzentrierter einsetzen und zugleich den Kindern auch Verantwortung füreinander lernen (z. B. ein älterer Teenie übernimmt eine Art Patenschaft für einen neuen Jungschärler, betet für ihn, hilft ihm in die Gruppe finden usw.)

Jungschar (inkl. Teenies) könnte dann von der zweiten bis zur achten Schulstufe gehen (7 bis 14 Jahre). Hier können über längere Zeit Beziehungen aufgebaut werden, eine Gruppe geformt werden usw. - und mit 15 (oder Oberstufen-Schule, oder ab Polytechnischer Schule und dann Lehre) kämen die Teenies in die Jugend (diese würde ich wiederum mit 20 Jahren nach oben begrenzen, irgendwann ist der Mensch einfach erwachsen und sollte sich ins “normale” Gemeindeleben integrieren können!).

Zudem finde ich es noch wichtig, dass eine JS- oder Teenie-Gruppe direkt von einer Gemeinde geführt wird oder an diese angebunden ist, um eine persönliche Betreuung und Führung zu garantieren. Bei bestimmten Projekten oder Veranstaltungen kann man eine Stadt-Zusammenarbeit anpeilen (z. B. in einer Landeshauptstadt) oder sogar für einen speziellen “Event” einmal eine landesweite Kooperation (z. B. für einen Bundesländer-Tag).

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Ein familiärer Umgang steht einer professionellen Arbeitsweise nicht im Wege. Mir kommt nur vor, dass wir Christen oft lernen müssten, Menschen mit fachlicher Kompetenz in unseren Kreisen bestimmte Dinge auch entscheiden zu lassen und nicht aufgrund von “evangelikalen” eingeteilten Leiterfunktionen vor sich hin zu wurschtln (welch österreichischer Ausdruck!).

Heutzutage sollten wir uns mehr denn je fachlicher und menschlicher Teams bedienen, die bestimmte Projekte übertragen bekommen, diese nach vorne und weiter bringen und immer wieder der Gemeinde einen Zwischenbericht abliefern. Welch Reichtum an Menschen verschiedenster Gaben haben wir doch in unseren Gemeinden, aber nur wenige sind oder werden eingebunden.

Leitermangel und Burnout sind für mich auch deutliche Hinweise auf “christliche Managementfehler” - die immer schneller sich drehende Zeit und Entwicklung der Gesellschaft erfordert oft neue Arbeits- und Denkansätze. Warum immer das JS-Treffen am gleichen Ort zur gleichen Zeit? Warum nie Altersgruppen verändern und neue Strukturen ausprobieren? Darf das nur die “Welt” und wir “Christen” nicht? Hat uns nicht unser Herr zwei Augen, Arme und Beine geschenkt, um daraus was Schlaues zu machen?

Ich habe zu diesen Fragen einen Buchtipp:
Management - Der biblische Weg (von Myron Rush, erschienen im Verlag Schulte + Gerth)

Einleitende Bibelstelle zum Thema 1. Mose 11, 1 - 9:
• Hingabe an ein gemeinsames Ziel (Verse 3+4)
• Einigkeit unter den Beteiligten (Vers 6)
• Ein effektives Kommunikationssystem (Verse 1+6)
• Das Tun von Gottes Willen (die Verse 7-9 zeigen, dass das fehlte)

Was hältst du von einem österreichweiten Visons-/Inspirations-Team?
Wir sollten jetzt alle aktuell unsere Ideen und Visionen in den kreativen Neubeginn des ABÖJ einbringen. Ich halte als ergebnisorientierter Mensch nicht viel von “Nachdenk-Teams” außerhalb aktueller Gestaltungs-Abläufe, die ja schon eingeleitet sind und mit der Startsitzung im steirischen Feldbach eine Grundlage für die Zukunft bilden.

Eine neue Jungschar-Gruppe lebt vom Anpacken und dem Einsatz der LeiterInnen. Eigene “Nachdenkteams” drehen sich dann um sich selbst, kein Kind wird damit für die Sache des Herrn gewonnen - also: Ärmel raufstülpen, konzentriert nachdenken und besprechen und dann unbedingt: Anpacken!
Lasst uns die Liebe nicht nur denken, sondern t u n !!

Ein festes Redaktions-Team für jede Region?
Gerne stehe ich - wie bereits bei der ABÖJ-Sitzung in Feldbach - Interessierten bezüglich Öffentlichkeitsarbeit mit Rat und Tat zur Seite. Bevor wir aber wieder jede Menge “Detailteams” andenken, brauchen wir einmal JungscharleiterInnen, JungscharleiterInnen und nochmals - JungscharleiterInnen! (Nicht nur andenken, anpacken ist jetzt gefragt!)

Es wäre nur allzu österreichisch, ein Nachdenkteam einzurichten, das darüber nachdenkt, was JungscharleiterInnen bei einem Grundkurs über die Zukunft des ABÖJ nachdenken sollten… schluss, aus: ein kleiner Gerzi-Scherz zur Auflockerung der vielen Fragen :-))

Persönliches Mentoring?
Die Seelsorge-Frage beschäftigt mich aus aktuellen Gründen mehr denn je - nicht nur, weil ich seit mehr als einem Jahr in unserer Gemeinde in einem solchen Team mitarbeiten darf, das wir gerade aufbauen. Sondern weil ich seit Jahren erlebe, wie wichtig für viele Menschen Begleitung und Betreuung ist - sei es, weil sie Vergangenes aufarbeiten müssen, das durch aktuelle Lebenssituationen wieder hochkommt oder sei es durch neue Problemstellungen besonders bei jungen Menschen in Schul-Situationen, Ausbildungs-, Job- und Lebensfragen.

Meine Idee dazu: Vielleicht könnte man bei manchen Lagern und Kursen ein, zwei Leute aus unseren Kreisen bewusst “frei spielen”, die einfach nur für Gespräche mit den TeilnehmerInnen zur Verfügung stehen. In einer Zeit wachsenden Leistungsdrucks auf allen Ebenen des Lebens vielleicht eine mögliche Antwort als neue Hilfestellung im Angebot des ABÖJ - soweit auch eine Anmerkung zur richtigen Mischung für den ABÖJ, einerseits ein christlich geführter und doch gemanagter Verein zu sein, aber auch menschliche Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und zu begleiten.

Wir hatten vor ca 15 Jahren bei manchem ABÖJ-Kurs oder -Treffen ein “Wiener Kaffeehaus-Eck”, das ich mit Hanns Mühl und Martin Schober - anfangs zu manch Verwunderung der Schweizer Leiter - eingerichtet habe… hier haben sich aber die Menschen zusammengefunden, ausgetauscht und so manches persönliche Gespräch bis tief in die Nacht geführt.

Wir brauchen nicht nur gute Seilbrücken, sondern vielmehr neue Brücken zu den Herzen der Menschen und im Miteinander!

Kontakt zwischen den Gruppen?
Die meiner Meinung nach beste Internet-Arbeit und Gruppen-Kommunikation unter Christen in Österreich ist die Homepage der Aichfeld-Jugend in der Steiermark - www.aichfeldjugend.at.tt , eine “gelebte” Community, Gratulation an diese Steirer-Boys und -Girls…

Nicht ABÖJ Neu!, sondern vorerst: Vorstand Neu?
Ich denke, dass mit einem “Vorstand neu” auch ein “ABÖJ Neu” verbunden ist, ja eigentlich unbedingt sein muss: Wir müssen die Zeichen der Zeit erkennen und einen neuen Weg mit flexiblen Angeboten ausprobieren, ohne dabei das “Unvergängliche und Bodenständig Gute” (sprich d a s Evangelium und erfolgreiche JS-Gruppen und Strukturen sowie Projekte) zu verändern.

Es gilt, wie auch anderswo im Leben: Bewahre das Gute und erkenne, was Du neu machen kannst/sollst/musst. Gehts uns im eigenen Glaubensleben nicht auch manchmal so, dass wir einiges verändern müssen, was uns weh tut, um wieder neu und näher am Herrn sein zu können? Ist vielleicht ein schwieriges Bild, aber wert, darüber nachzudenken…

Zum Schluss noch ein Bibelwort aus dem christlichen Management-Buch, das ich habe:
“Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird veröden, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen.” (Matthäus 12,25)