ABÖJ Weblog

Archiv für den Monat Oktober 2007

„Strategie workshop“ 10.11. in Baden

Mittwoch, 31. Oktober 2007, von Weblog Admin

Liebe Jungschar- und Teenie-Mitarbeiter!

Unter folgenden Link übermittle ich euch die Einladung für 10.11.07 für ein ABÖJ-Mitarbeitertreffen unter dem Motto “Strategie workshop”.

» DIE EINLADUNG

Falls Ihr nicht mehr aktiv in der Jungschar- oder Teenie-Arbeit tätig seid, aber trotzdem gerne im ABÖJ mitarbeiten möchtet, seid Ihr herzlich willkommen.

Leitet aber bitte zusätzlich diese Einladung auch an die aktiven Jungschar- bzw. Teenie-Mitarbeiter in Eurer Gemeinde weiter.

Danke!

Mit freundlichen Grüßen
i.A. für den ABÖJ-Vorstand
Brigitte Ruppitsch
UAwg: Tel. 01-2942442

Teenkreis in Innsbruck!

Dienstag, 30. Oktober 2007, von Weblog Admin

Gemeinsam leiten wir den Teeniekreis (12 - 15 Jahre) in Innsbruck und verfolgen schon eine Weile den Austausch des Weblogs.
Wir haben von der bisherigen Arbeit des ABÖJ viel profitiert. Der Aufbaukurs hat uns enorm ermutigt und im Teenie Vertiefungskurs haben wir weiter viel gelernt. Was für uns weiter sehr positiv war, ist der Austausch mit anderen Gruppen.
Für die Zukunft wünschen wir uns eigentlich vor allem eine Schulungsmöglichkeit für neue Mitarbeiter und einen Austausch mit anderen Gruppen. Alles weitere ist für uns recht nebensächlich.
Die Sommerlager für unsere Altersgruppe werden in Tirol von EnglishCamp abgedeckt und sehr gut angenommen. Mentoring muss im engen Umfeld erfolgen, sonst wird es unserer Meinung nach recht kompliziert.

LG und Gottes Segen
Isabelle und Günther Blasbichler

Interview: Andreas Ortner (Gmunden, OÖ)

Sonntag, 28. Oktober 2007, von Weblog Admin

Wie geht es euch, den Teens und den Jugendlichen in Gmunden?
Seit September haben wir den Teenkreis in zwei Gruppen geteilt. Wir haben zwar keine Altersvorgaben gegeben, aber es hat sich dann so ergeben, dass die Älteren (15-18) in den Jugendkreis gegangen sind, die Jüngeren im Teenkreis (13-16) geblieben sind. Wir haben nun wöchentlich abwechselnd Jugend, dann Tennkreis. Wir haben jeweils mit einem Glaubensgrundkurs gestartet. Derzeit erwarten wir uns keine Unterstützung von euch. Allerding haben wir 4 Leiter alle den Teenleiterkurs bei Irene schon mitgemacht, und dadurch profitiert.

Welche Rolle sollen die Gemeinden in der Zukunft spielen?
Gemeiden müssen auch mitgestalten können. Der ABÖJ muss anwesend sein, present. Die Gemeinden müssen das Gefühl haben, dass sie vom ABÖJ profitieren. In jeder Gemeinde könnte ein Ansprechpartner den ABÖJ present halten, und Information zw. ABÖJ und Gemeide fliessen lassen.

Mitarbeitertreffen?
Regionale Treffen im Bundesland, welche gleichzeitig anderes abdecken (Lagervorbereitung), fände ich sinnvoll.

Was muss ein überregionales Netzwerk bieten?
Eindeutige Ansprechpartner(die auch erreichbar sind…), einfach fliessende Information.

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Ich denke die Fortbildung von Irene zur Teenarbeit ist sehr zeitgemäss und sollte wieder angeboten werden. Jungscharler und Teens gehören unterschieden, sind anders zu betreuen. Teenager sollten langsam zu mehr Eigenverantwortung, Glaubenswachtum und Initiative geführt werden. Ihre Arbeit als Mini- oder Zeltleiter ist hier eine sehr gute Sache, und hier Überschneiden sich auch die Arbeitsfelder.
Es ist gut, wenn ein Jungscharler – wenn es für ihn passend ist-in die Teengruppe kommt, dies fördert seine Entwicklung und zeigt ihm, dass er in einem neuen Lebensabschnitt gekommen ist.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Ich denke wir sollten Gott unsere bestes zurückgeben, und nicht das schlechte Schaf (Maleachi). Daher: gabenorientiert Arbeiten, und sein bestes geben. Wer kann ehrenamtlich, wer kann haupt/nebenamtlich. Allerdings: wer sich ganz auf Gottesreich konzentrieren kann, hat wohl auch mehr Möglichkeiten…

Welche Finanzierungsmöglichkeiten seht ihr für diese Arbeit?
Sponsoring sollte massiv betrieben werden, da so zusätzlich Mittel lukriert werden können!(sowohl für den ABÖJ wie auch für Mitarbeiter und Lager)

Ein festes Redaktions-Team für jede Region?
Die Ansprechpartner könnten sich um Beiträge etc kümmern. zB. jede JS ein Artikel pro Ausgabe. Die muss er nicht selber schreiben, sondern sich nur drum kümmern, und weiterleiten oder selber online bringen… das verteilt die Arbeit auf viele Schultern, und man bekommt ein breiteres Bild vom ABÖJ.

Kontakt zwischen den Gruppen?
Der Kontakt ist informell und eher lose, wenn man sich als J-Leiter etwa auf einem Event trifft, und etwas ausmacht. Ein gutes Network ist wohl JAM mit Homepage & Hauptamtlern …

Was wisst ihr über Jungschar- und Teeniearbeit in anderen Ländern?
Durch Kurt M. werden wir als Gem.regelmässig informiert.
Worin liegen für euch die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Grösste Stärken sind für mich die Fortbildung & vorallem auch die Lager und deren Organisation.

Was hat eures Erachtens noch nicht gut funktioniert oder gefehlt?
Das fehlen eines Teenlagers heuer war schade.

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und um Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Ich glaube das eine Unterscheidung zu weltlichen Lagern immer klar sein muss: dies ist ein christliches Lager – hier gehts um Jesus! gerade das macht uns attraktiv! Je nach Anzahl nicht Gläubiger sollte man aber bei den Bibelthemen Rücksicht nehmen: eher basics oder Jüngerschaft, um die kids da abzuholen, wo sie grad (im Glauben) stehen. Gleiches gilt für die Jungschar.

Persönliches Mentoring?
Ist meiner Meinung nach zu wenig Thema in den Gemeiden, und sollte speziell in Teenbereich ausgebaut werden. Motto: jedem Teen ein Mentor/in. Schulungen in Bereich mentoring und Seelsoge fände ich sehr sinnvoll;

Habt ihr eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?
“Kinder für Jesus” o.ä. ich finde Jesus sollte im Namen vorkommen!

E-Mail von Gott …

Mittwoch, 24. Oktober 2007, von Weblog Admin
“Denn ich bin bei dir, so wie ich bei Mose gewesen bin. Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab.” Josua 1,5

> Nachdem Mose gestorben war, rief ich Josua an seine Stelle. Kannst du dir vorstellen, wie beängstigend das für Josua gewesen sein muss? Die Leute haben Mose immer als geistlichen Riesen gesehen. Josua hätte sagen können: ” Wer, ich? Du machst wohl Witze!” Aber das tat er nicht. Er sah nicht auf seine Ängste, Zweifel und Probleme. Er sah nicht auf die anderen Menschen. Stattdessen sah er auf mich, und ich half ihm, in die großen Schuhe von Mose zu steigen. Er vertraute auf mich und erfuhr, dass ich ihm bei jeden Schritt in das verheißene Land treu war. ;) <

“Wenn euer Glaube nur so groß wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: “Rücke von hier dorthin!” und es würde geschehen. Nichts wäre euch unmöglich!” Matt. 17,20

Mose: konnte nicht gut reden - er vertraute auf mich und wurde zum Befreier meines Volkes
David: klein, schmächtig, unerfahren im Krieg - glaubte an meine Gegenwart und besiegte einen Riesen
Maria: eine junge, unerfahrene Frau, fast noch ein Kind - glaubte den Worten meines Engels und wurde die Mutter meines Sohnes. :o

> Glauben heißt erkennen, das die Aufgabe, die vor uns liegt, nie so groß ist wie die Kraft, die hinter uns steht. Pam Vredevelt <

–> Meine größten Taten begannen mit einem ganz kleinen Anfang.
Meine stärksten Nachfolger sind die, die mir Glauben schenken, und sei er nur so groß wie ein Senfkorn. (und das ist so klein, dass du es nicht mal bemerken würdest, wenn es dir durch den Wind ins Auge gelangt!) ;)

Der, der gern mit kleinen Dingen arbeitet,
> Gott


(nach “E-Mail von Gott für jeden Tag”)

Wer gar nichts weiß, muss alles glauben.

Montag, 22. Oktober 2007, von Weblog Admin

Unsere Motivation hinter dem Blog und der ganzen sonstigen Arbeit, die wir zur Zeit machen ist, dass es einfach notwenig ist, sich von Zeit zu Zeit gewisse Dinge selbst zu überlegen. Aufgrund des Wahrheitsgehalts der Überschrift.

Eine Sache, die ich aktuell als sehr störend empfinde und die mich wahnsinnig macht ist, dass sehr viele Leute keine Ahnung haben, was derzeit mit dem Aböj als Verein passiert. Oder alle außer mir kennen sich aus und niemand redet mit mir.

Beide Varianten sind unerfreulich (find ich halt) und welche der beiden Varianten der Wahrheit auch mehr entspricht, hier ein kurzer Überblick was von Jungscharleiterseite zur Zeit getan wird.

1) Ausarbeiten eines Kommunikationsmodells. Wenn man in einer Welt lebt, in der alle schreien, dass Information alles ist, kann es einem als österreichweit engagiertem Verein nicht schaden, wenn man sich überlegt, wie man Informationen zu den Leuten bringen kann, die sich dafür interessieren und die davon betroffen sind (und ob es möglicherweise neben den Brieftauben auch noch andere Technologien gibt).

Der Punkt ist sozusagen die Antithese der jetzigen Situation.

2) Aktualisierung der Mitarbeiterkontakte.
Wer wohnt wo und macht was?

3) Evaluierung der aktuellen Situation der Aböj-Jungscharen. Wie viele gibt es, wie viele Leiter gibt es, wie viele Kinder haben die Jungscharen und wer will auf welchen Kurs fahren?

4) Recherchen zu Themen, die für die Arbeit des Aböj interessant sind. Wie arbeiten die Schweizer und die Deutschen? Sind Jungschar-Andachten Hirnwäsche oder nicht? Sind wir eigentlich cooler als die Pfadfinder?, …

5) Wie kann man die Arbeit, die getan werden muss, sinnvoll auf all die Personen verteilen, die gerne mitarbeiten? Macht einer alles oder alle nichts?

Am 10. November gibt es in Baden ein vom Vorstand angesetztes Strategietreffen. Ein paar Leute wurden dazu eingeladen (ich zähl mich dazu) und für alle anderen posten wir, in Anbetracht der Wissensthese, die Resultate und das weitere Vorgehen hier am Blog.
Wer gerne hinkommen möchte, kann sich sicherlich mit dem Vorstand in Verbindung setzen und fragen ob er kommen kann.

Wenn man eine Frage hat, fragt man am besten. Und zwar so lange bis man sich auskennt. Denn:

Wer alles weiß, muss gar nichts glauben.

PS.: Es gibt auch eine wunderbare, aber leider ungenutzte Kommentarfunktion auf dem Blog. Die kann man auch verwenden wenn man sich nicht am Blog angemeldet hat. Es wäre echt super, wenn ihr zu einem Post kurz schreibt, was ihr davon haltet. Es ist so sehr viel leichter abzuschätzen, was euch wichtig ist und was nicht.

ABÖJ Neu! Ausschnitte

Montag, 15. Oktober 2007, von Weblog Admin

Zusammenfassung und Kategorisierung bisheriger Äußerungen:

  1. Vision
  2. Struktur
  3. Sommerlager
  4. Regionale JS
  5. Professionalität/Ausbildung
  6. Kommunikation/Gebet
  7. Ermutigende Worte unseres Herrn

» ABÖJ Neu! Ausschnitte

Wozu? > Zur Übersicht & Als Basis für weitere Entscheidungen!

Bericht - Baisc Training 2007

Samstag, 06. Oktober 2007, von Weblog Admin


Auf dem Region-Nord Weblog findest du einen Bericht zum heurigen internationalen Erlebniskurs!
» Bericht - Baisc Training 2007

Hirnloser Octopus

Freitag, 05. Oktober 2007, von Weblog Admin

Es ist zwar durchaus richtig, dass der ABÖJ zur Zeit vielleicht ein bisschen so ist wie ein Octopus dem man das Hirn weggeschossen hat. Aber nur weil man als Octopus kein Hirn mehr hat, muss man ja nicht gleich ein anderes Tier werden. Es wäre zwar ungesund hirnlos dahinzuleben, aber man kann sich ja ein neues Hirn besorgen und weiterhin ein glücklicher Octopus sein. (Und zu gegebener Zeit darüber nachdenken wie denn das Hirn verloren gegangen ist)

Und ich finde es gibt etliche Grüne weiterhin ein Octopus zu bleiben:
Einfach deshalb, weil der ABÖJ ein sehr feiner Verein ist. Das ist eine Feststellung und Feststellungen hab ich noch nie begründet.

Der ABÖJ hat den Vorteil, dass Kinder denen die Jungscharzeit gefallen hat, gleich nachdem sie zu alt sind um als Teilnehmer (Jungschar und Lager) mitzumachen mit 14 zum Erlebniskurs fahren können und danach als “Minileiter” selber dabeisein können.
Dadurch haben Jugendliche die Möglichkeit ohne zeitliche Lücke von Teilnehmern zu Mitarbeitern in der Gemeinde zu werden. Und ich bin ziemlich sicher, das genau dass der Grund ist, warum der ABÖJ so viele Mitarbeiter hat. Zumindest bei uns in der Ost-Region ist auf den Lagern wirklich kein Mitarbeitermangel zu bemerken. (Man kommt eher auf ein Lager, kennt die Hälfte der Mitarbeiter nicht und denkt sich: “jössas, dabei bin ich doch so schlecht mit Namen”)

Und das ist auch eine Sache die den ABÖJ zum Beispiel von KEB unterscheidet und die den ABÖJ so furchtbar toll macht. Nämlich dass die lückenlose Mitarbeiterförderung und -bindung einen ähnlich großen Stellenwert hat wie die Arbeit mit den Kindern. (Zumindest hat sie das bei uns in der JS und für mich; ich kann mich sehr gut an eine ehemalige Hauptleiterin erinnern die uns ständig auf alle verfügbaren ABÖJ-Kurse geschickt hat)
Ich hab als Jugendlicher nur mäßige Begeisterung für Dinge aufbringen können, zu denen ich einfach hingehen hab “müssen”, und Leute erklären mir dann diverse Weisheiten. Ich finde den Ansatz angeleitet etwas zu tun und dabei über Umwege zwangsweise auch über Dinge (die möglicherweise auch nur entfernt etwas mit Jungschar zu tun haben) nachdenken zu müssen, sehr viel interessanter und bereichernder. Angewandte Erlebnispädagogik für Leiter.

Die nächste Sache die ich gar nicht ändern würde ist der Name (deswegen habe ich mich auch bemüht in den vorangehenden Absätzen den Namen ABÖJ so oft wie möglich zu verwenden).

Weil, wenn man über eine Namensänderung nachdenkt, muss man auch darüber nachdenken was damit ausgedrückt wird bzw. was man damit ausdrücken möchte, weil für mich hat eine Umbenennung immer den Beigeschmack einer Distanzierung. Und was ist unsere Motivation uns von etwas Gutem zu distanzieren? Es wurde über viele Jahre daran garbeitet den ABÖJ aufzubauen, die Arbeit und die Qualität sind bekannt, alle lieben den ABÖJ und jetzt soll man dem ganzen einen neuen Namen geben? (Und denkt nur an all die T-shirts die man dann nicht mehr so wirklich verwenden könnte)

Es ist zwar richtig beobachtet, dass ABÖJ eine Abkürzung ist und diese haben von Natur aus die Neigeung erklärt werden zu müssen. Aber das ist mit jeder anderen Abkürzung genausso (wer zum Beispiel kann sich unter UNFPA und UNHCR etwas vorstellen?). Und genauso würde es uns gehen wenn wir auf einem neuen Namen bestehen. Kein Mensch kann sich was darunter vorstellen und man muss wieder 100 Briefe an noch viel mehr Leute schreiben und nur um letztendlich wieder dort zu sein wo man jetzt schon ist (nämlich der Held der Österreichischen Jungscharbeit). Und wie schon die Vorposterin bemerkt hat, kommen die relevanten wörter vor. Jungschar, Bibelorientiert und Österreich. Sehr viel besser und treffender kann man es auch nach 20 Jahren nicht ausdrücken.

Für mich geht es jetzt eher darum all diese Dinge zu bewahren, als irgendetwas neues zu machen.

Interview: Irina Schneetter, OÖ(A)/Brake(D)

Freitag, 05. Oktober 2007, von Weblog Admin

Was kannst du uns von deinen Erfahrungen am Sommerlager in Deutschland berichten?
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass im Grunde das Gleiche im Mittelpunkt steht: Es geht darum, dass Kinder Gott kennen lernen, ihn erleben und es Auswirkungen auf ihr Leben hat.
Positiv erlebt habe ich, dass die Stille-Zeit Gruppen in kleinere Gruppen aufgeteilt wurden. Wenn in einem Zelt beispielsweise fünf Kinder und zwei Mitarbeiter waren, dann fühlte sich jeder Mitarbeiter für 2-3 Kinder verantwortlich – die Stille-Zeit wurde nur mit einem Leiter und diesen 2-3 Kindern gemacht. Der Vorteil dabei war, dass jeder Mitarbeiter eine Verantwortung hatte, wirklich jeder „gebraucht“ wurde und man auch individueller auf die Kinder eingehen konnte. Das Problem mit dem davor Singen wurde so gelöst, dass jede „Familie“ (=mehrere Zelte) gemeinsam sangen und sich erst dann in die Kleingruppen aufteilten. Mochte ein Minileiter die Verantwortung einer eigenen Kleingruppe noch nicht übernehmen, wurden die Gruppen einfach ein wenig größer und zusammengelegt.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Gutes Verhältnis zwischen Eigenständigkeit und doch der Möglichkeit auf kompetente Hilfe zurückzugreifen. Einerseits konnte man als Jungschar oder Lager selber entscheiden, wie und wo man die Schwerpunkte legt, wie die gesteckten Ziele praktisch erreicht werden können. Es lag an einem selber, wie intensiv man sich in den ABÖJ-Verband einbrachte, die Kurse in Anspruch nahm, um Rat bei erfahrenen ABÖJ Sekretären suchte. Weiters profitierte ich persönlich besonders von den Kursen. Einerseits wurde wichtiges Wissen vermittelt, neue Ideen gegeben und andererseits kam ich jedes Mal hoch motiviert für die eigene, kleine Jungschararbeit zurück.

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert oder gefehlt?
Die Werbung. Die Information floss teilweise nur sehr stockend, es musste einem persönlich ein Anliegen sein, um den Dingen nachzugehen und dann zu den gewünschten Infos zu kommen. Auch bei den Jungscharlagern sehe ich noch große Möglichkeiten, wie auch noch viel mehr Nicht-Christen erreicht werden könnten, wenn man mehr Wert auf die Werbung legen würde. (Wobei ich schon dazu sagen muss, dass der ABÖJ in diesem Punkt in letzter Zeit Fortschritte gemacht hat)
Ich fände es toll, wenn der Schwerpunkt noch mehr auf das Erreichen von Nicht-Christen gelegt werden würde (ohne dabei die Förderung unserer Gemeindekinder zu übersehen!), denn ich denke dazu haben wir mit dieser Arbeit in Österreich echt (noch) offene Türen. Wer weiß, wie lange wir noch solche Freiheiten haben werden, doch jetzt lassen sich Kinder noch ansprechen, wir können öffentliche Schulen, Bauernwiesen… mieten und die Regierung steht nicht dagegen.

Wie würdest du die Arbeit der KEB und des ABÖJ vergleichen?
Ähnliches Ziel, unterschiedliche Vorgehensweise.
KEB: nicht unbedingt an eine Gemeinde angeschlossen – Problem der Integration in Gemeinden; es wird mehr über die kreative Schiene gearbeitet; sehr persönliche Kontakte zu den Kids; Einsatz in Schulen; Gemeindeübergreifend: auch Kinder aus katholischem, evangelischem Hintergrund werden erreicht, dadurch wird oft positiver Schwung in unsere Landeskirchen gebracht.
ABÖJ: erlebnisorientiert, naturverbunden, praktischere Vernetzung Österreichweit (es besteht ein größeres Wir-Gefühl unter den Jungscharen-Mitarbeitern im Land), in Teilen der Gemeindestruktur; im christlichen Bereich Österreichs nicht sehr bekannt.

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Ein Punkt an dem es ziemlich krass auffällt ist, wenn Material verwendet wird, indem alte Bilder verwendet werden. Ich bin dafür, dass auch altbewährtes gebraucht wird, doch vielleicht sollte man dabei nicht unbedingt auf die Bilder, sondern auf den Inhalt zurückgreifen. Zur Altersbeschränkung: Kids und Teens auf jeden Fall trennen. Die Trennlinie würde ich zwischen 12 und 13 Jahren ziehen.

Sollte es so sein, dass in den n. Jahren mehr als die Hälfte Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie sollte dann damit umgegangen werden?
Vielleicht sollte eine 50:50 Mischung angepeilt werden, schließlich sollen die jungen Christen auf jeden Fall auch weitergeführt werden (vor allem wenn man bedenkt, dass sie oftmals die einzigen Gläubigen in ihrer Klasse sind oder sich zu zweit oder dritt durchkämpfen).
Sollte eine Zahl von mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus angepeilt werden, dann muss sicherlich mehr Schwerpunkt auf die Elternarbeit gelegt werden. Man sollte einen offenen, transparenten Teil der Stadtgemeinde einnehmen, damit nicht so viele Gerüchte und Vermutungen (Sekte…?) im Raum stehen bleiben. Man sollte den Menschen in der Nachbarschaft nicht der „große Unbekannte“ bleiben, wirkliches Interesse an ihnen und ihren Kindern zeigen (und auch haben) und Liebe leben.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Ich bin davon überzeugt, dass ein gewisser Grad an Professionalität auch für christliche Organisationen von Vorteil ist, warum sollten wir Christen diese Dinge ablehnen, wenn sie uns helfen können, die Menschen um uns herum auf uns aufmerksam zu machen? Natürlich darf es nicht so weit kommen, dass es nur noch darum geht, doch ich denke eine gute Mischung in den Teams, wo jeweils eine Person mit Schwerpunkt Qualitätserhöhung dabei ist, ist nur wünschenswert. Ehrlicherweise müssen wir sagen, dass es viele Menschen abschreckt, wenn das Layout, die Methoden… völlig veraltet sind, bevor sie noch wissen, was sie eigentlich genau ablehnen. Ja, wir dürfen und sollen mitgehen, doch dabei nie das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren!

Wie siehst du den Zusammenhang zwischen Mission und nationaler Jungschar- und Teeniearbeit in Europa?
Ich finde man kann und soll diese beiden Bereiche nicht voneinander trennen. Schon die Kinder sollen lernen, dass die Mission (wo auch immer sie sich befindet) unser Auftrag ist und unser Leben davon in unserem Alltag durchdrungen sein sollte. Erleben sie es in ihrer Kindheit nicht, dann ist es oft später schwierig die Wichtigkeit zu sehen. Wie könnte es aussehen? Aktivitäten, Wettbewerbe von den Kids veranstaltet und durchgeführt, bei dem der Ertrag an eine Missionarsfamilie geschickt wird, Missionare kommen und berichten von ihrer Arbeit und ihrem Leben. Vielleicht könnte man auch immer wieder „Missionseinsätze“ in benachbarten Ländern einplanen. Dabei würden die Teens sehen, dass es auch auf anderen Teilen der Erde Christen gibt, die ähnlich Überzeugungen haben und es wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Hast du eine Idee für einen neuen Namen?
Dazu fällt mir gerade nichts Brauchbares ein. Weiß nur, dass ich das Wort „bibelorientiert“ aussagekräftig finde.

Vielen Dank Irina für deine inspirierenden und einleuchtenden Überlegungen! Gottes Segen für dein letztes Bibelschuljahr! Wir freuen uns auf dein Comeback in Österreich! (Liebe Grüße, Alex)