„26 Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft 27 und schläft und steht auf Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst, dass er’s nicht weiß.
So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis auf die Zukunft des HERRN. Siehe, ein Ackermann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und ist geduldig darüber, bis er empfange den Frühregen und den Spätregen. 28 Denn die Erde bringt von selbst zum ersten das Gras, darnach die Ähren, darnach den vollen Weizen in den Ähren. 29 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.“ Markus 4, 26-29)
Im Reich Gottes gibt es vieles, das von Menschen getan wird. Der Sämann bearbeitet den Acker und streut den Samen aus. Danach geht er schlafen.
Er akzeptiert, dass er nun nichts mehr tun kann, sondern nur auf den Regen warten muss. Es würde für die Pflanzen nicht hilfreich sein, wenn er jeden Tag ungeduldig aufs Feld ginge und bei den ersten grünen Halmen anziehen würde.
„Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben.“
(1. Kor. 3,6)
„So ist nun weder der da pflanzt noch der da begießt, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.“
(1. Kor. 3,7)
„Die Arbeit ging langsam voran und ich wurde ungeduldig. Ich versuchte, effektivere Methoden einzuführen, bis ich merkte, dass ich Gott in seinem Wirken nicht unterstützte, sondern mich einmischte und so Gottes Geist hinderlich war.“
Der Sämann muss nicht verstehen, wie das Wachstum der kleinen Pflanzen vor sich geht. (Vers 27) Aber er muss Gott handeln lassen.
„Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, …“
Philipper 3,13
Lassen wir Gottes Wirken Raum und Zeit, denn er weiß was er tut. Der Same wird von selbst aufgehen, wir müssen zurück treten und zugeben, dass nur Gott das Eigentliche vollbringen kann. Und wir dürfen dabei zusehen, staunen und Gott loben!
„Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Bau.“
(1. Kor. 3,9)
Wachstum braucht Zeit. Gott hat Josef 18 Jahre als Sklave leben lassen, bevor er ihm den Auftrag gegeben hat. Mose lebte 40 Jahre in der Wüste, bevor er mit 80 Jahren zum Pharao ging und Gott durch ihn seinen Plan erfüllte.
Ca. alle 3 cm entstehen beim Getreidehalm ein Wachstumsknoten. Dieser Knoten gibt dem Halm halt, damit er die schwere Ähre (=Ernte) tragen kann.
Auch uns, seine Mitarbeiter, sein Ackerwerk und sein Bau, muss Gott erst formen, damit wir die volle Ernte einbringen können!
Warum also über Schwierigkeiten ärgern?
„… und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter …“
Jesaja 9,5
Die Herrschaft RUHT auf seiner Schulter! Gott hat keinen Stress, keinen Zeitdruck und kennt keine Hektik. Er allein hat die volle Verantwortung für sein Werk und bei ihm RUHT diese.
Warum sollten wir uns dann stressen?