Jedes Jahr organisiert die Christliche Freikirche Oberes Waldviertel mit freiwilligen Mitarbeitern ein Kinderlager für überwiegend gemeindefremde Kinder. Hier ein paar Lagerimpressionen
Unsere Reise auf den Spuren Josefs nach Ägypten startet im Jugendhaus in Königwiesen mit der Begrüßung durch eine Mumie, die uns begeistert die Hand schüttelt. Große Kinderaugen starrten sie an und fragen: „Wer bist denn du?“. Nach dieser ersten Überraschung suchen und finden nach und nach alle ihre Betten und stellen fest, dass sie nicht alleine sind. Insgesamt 48 Kinder sind bei diesem Kinderlager mit dabei und lassen sich auf eine Woche voller Abenteuer ein – ein neuer Höchststand.
Und weiter geht es mit Spielen zum Kennen lernen und dann erwartet uns auch schon ein herrliches Abendessen. Manches Kind denkt dabei vielleicht „Leider müssen wir immer ein bisschen auf unser Essen warten und vorher wird auch noch gebetet.“ Aber dann sehen wir alle voller Begeisterung das Essen schon heran rollen. Das kleine Mädchen neben mir meint: „Dieses Jahr sind 4 Mitarbeiter in der Küche und mein Papa ist auch dabei. Der ist gelernter Koch! Mein Papa kocht echt gut!“ Ja so scheint es auch, denn fast alle Kinder schlürfen genussvoll ihre Gulaschsuppe.
Bevor die Kinder schlafen gehen müssen, gibt es noch eine gute Nachtgeschichte, die sogar pantomimisch dargestellt wird. Es geht um einen Finanzminister, der seine Reise nach Jerusalem beginnt. Und immer dann, wenn die Geschichte am spannesten wird, heißt es: „Und wie es weiter geht, erfahrt ihr morgen!“
13 Mitarbeiter sind nun damit beschäftigt, die Kinder zügig ins Bett zu bringen. Doch was die Mitarbeiter nicht wissen: einige Kinder haben die Mappe eines Leiters gefunden und der Wochenplan lag gleich oben auf. Was darauf steht, lässt die Herzen der Finder höher schlagen. Die Informationen machen die Runde:
Sieben Tage und viele Spiele später fahren die Kinder verändert wieder nach Hause. Diese Woche hat vielen von ihnen das Evangelium so nah wie noch nie gebracht. Und ein Kind hat am Ende sogar die Entscheidung für Jesus gefällt. Doch auch wenn das Abenteuer „Lager“ zu Ende ist. Für die Gemeinde beginnt es jetzt erst richtig. Denn nun geht es darum, durch Besuche den entstandenen Kontakt zu den Eltern und Kindern zu pflegen und auszubauen. Diese Herausforderung wird viel länger andauern als eine Woche Sommerlager, aber sie lohnt sich – für das eine Kind, die 47 anderen und die Eltern, die dazu gehören. Und wer weiß, vielleicht führt diese Abenteuerreise für noch jemanden über Ägypten zu Jesus
Annika Klement
Quelle: OM Pulsschlag, Dezember 2010







