ABÖJ Weblog

Mit ‘Erlebnispädagogik’ getaggte Artikel

Gedanken zum ABÖJ

Freitag, 21. September 2007, von Weblog Admin


Wenn ich von Jungschar- Teenagerarbeit spreche, so denke ich an das Herzstück dieser Arbeit – den jungen Menschen ganzheitlich zu fördern – nach Geist, Leib und Seele.
Es geht den jungen Menschen zu Jesus Christus zu führen und ihn in die Gemeinde der Gläubigen hineinzuführen, wo er Tag für Tag verwandelt werden darf in das Ebenbild Jesus Christus und wo er seine Gaben und Fähigkeiten zu Ehre Gottes entfalten darf.

Dieses Herzstück der Arbeit heißt in unserer heutigen Zeit „Erlebnispädagogik“ und war immer schon Schwerpunkt der Jungschar- Teenagerarbeit. Dies unterscheidet den ABÖJ von anderen Trägern – Missionswerke, die eine Arbeit mit jungen Menschen im selben Alter durchführen.

Ein tolles Buch zu diesem Thema schrieb Hans Peter Royer „Nur wer loslässt wird gehalten“.

Ja es gilt eine Stunde - Freizeit zu gestalten, welche der Neugierde und der erhöhten Risikobereitschaft der Jugendlichen entgegenkommt. In ihrer Zeit des Sich-Suchens und Sich-Findens wollen sie ihre Kräfte, ihre Gaben und die noch schlummernden Fähigkeiten entdecken und prüfen. Nur so sind sie imstande, ihre eigenen Grenzen zu ertasten.
In der leidenschaftlichen Suche nach Wahrheit und gültigen Maßstäben werden Kinderglaube und Normen der Erwachsenen geprüft und oft verworfen. Zur Neukonstituierung muss der Glaube für sie glaubwürdig und nachvollziehbar sein.

Der Lernort „Natur“ bildet geradezu einen idealen Lernraum für ein tiefes Nachdenken und zu einem realen Existenztraining. In diesem Bereich bietet die Erlebnispädagogik für die christliche Jugendarbeit einen exzellenten Ansatzpunkt und diesen Weg geht der ABÖJ.

Und diese Arbeit sah der ABÖJ nicht getrennt von der Gemeindearbeit sondern immer in Verbindung mit der Gemeinde. Ging es doch darum, die Jungschar- und Teenagermitarbeiter durch die begabten Sekretäre und Mitarbeiter zuzurüsten, damit die Gemeinde die Arbeit vor Ort durchführen kann. Das Sommerlager war zum Teil der Höhepunkt der Jungschar- Teenagerarbeit während des Jahres und war eine Gemeindeaktivität, die mit anderen Gemeinden durchgeführt wurde. So konnten die Jugendlichen optimal betreut und Außenstehende in die örtlichen Gruppen integriert werden.

Wenn man die Interviews und Berichte liest, dann findet man dies bestätigt und ist auch ein Wunsch der Gemeinden.

Andererseits erlebte der ABÖJ auch, wie es Martin Schober schrieb, dass die Gemeinden ihn als Gratis-Dienstleister ansahen. Sie delegierten Mitarbeiter und Kinder und kamen nicht für die echten Kosten auf.

Schließlich gibt es neben der Arbeit des ABÖJ auch andere gute Kinder- Teenagerarbeiten in den Gemeinden, die sehr gesegnet sind.

Vielleicht muss der ABÖJ diesen Weg als Dienstleister gehen, wie z.B. KEB oder der Bibellesebund oder andere Missionswerke oder Gemeindebünde. Auch hier gibt es Schulungen, um die Mitarbeiter in den Gemeinden zuzurüsten. Auf der anderen Seite werden Freizeiten mit eigenen Mitarbeitern angeboten oder man hält Kinder- oder Teenagerstunden mit den eigenen Mitarbeitern in den Gemeinden ab. Die vollzeitlichen Mitarbeiter müssen zum Teil für ihre eigene Unterstützung selbst aufkommen und für die Arbeit selbst hofft man auf Spenden aus den Gemeinden und Förderer.

Lasst uns in dieser Sache das Angesicht Gottes suchen und dann seinen Auftrag ausführen.

Georg Hoffmann

Interview: Tom Happel, Traun

Montag, 17. September 2007, von Weblog Admin


Tom Happel (Gemeindeleiter, VM Traun) mit Michi und Simon Kramer.

Wie geht es der Teenie und Jungschararbeit in Traun?
Wir sind sehr zufrieden. Unser Teenkreis ist inzwischen die Jugend geworden und wir sind dabei bald die Jungschararbeit in Jungschar und Teens zu teilen. Außerdem haben wir noch eine Kinderarbeit unter Ausländerkindern.

Welche Rolle sollen die Gemeinden in der Zukunft spielen?
Zuerst einmal sind wir total dankbar für die Arbeit und Unterstützung des Aböj. Da wir mit dem Aböj in Projekten zusammenarbeiten haben wir als Gemeinde eh eine gute Zusammenarbeit. In der Ausbildungsarbeit sind wir froh unsere jungen Leiter gut ausgebildet zu bekommen. Das sollte auch weiterhin so bleiben.

Was macht uns einzigartig?
Einzigartig ist glaube ich, das Natur pur Lager mit Feldküche und eigener Dusche und Waschanlagen (Plumpsklos gehören der Vergangenheit an, und das ist gut so). Toll ist auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Jungscharen und die Ergänzung der verschiedenen Gaben.
Wir sollten aber noch mehr das gute Material des Aböj nutzen (z.B. Boote am See oder Fluss, Klettern, Spielpakete (Hockey, Diabolo, Jonglieren etc. )) Ein Workshoplager wäre gut möglich, die Idee von Alex gefällt mir gut. (Ich könnte die Kajaks und Kanus übernehmen.)

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Sommerlager sind super. Frühlingsevent wäre wiedermal klass. Wintergames sind eher ungewiss. Die Alterseinteilung sollte bei den Teenielagern wirklich eingehalten werden. Es kommt schlecht, wenn zu junge Kids mitfahren.
Erlebnispädagogik ist super weil grundlegende Wahrheiten ganzheitlich vermittelt werden. Beim Teenielager sollte auch auf praktische Einsätze wertgelegt werden. Wie wäre es mal mit einem Teenielager auf einem Campingplatz und wir gestalten für die Kinder ein Kinderprogramm oder ähnliches.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Professionalität sollte Praxisnähe bedeuten. Effektivität liegt in der Teamarbeit, wo jeder weiß, was er zu tun hat. Ein Kernteam denkt vor und delegiert. Lesbare Erfolge und erreichbare Ziele sind absolut nötig und biblisch, denn Frucht soll man ja erkennen, oder.
Ich finde es gut wenn die Aböj Mitarbeiter die Zeit haben Vordenker und Motivatoren für die Jungscharmitarbeiter sein können. Da würde ich mir noch mehr unterstützung wünschen. Obwohl ich weiß, dass man sich auch selbst darum bemühen muß.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten siehst du für diese Arbeit?
Missionswerke, Unterstützerkreise, mehr Beteiligung der Gemeinden. Vollzeitler auch weiterhin nötig.

Was weißt du über Jungschar- und Teeniearbeit in anderen Ländern?
Größere Bünde und mehr Leiter können größere Events auf die Beine stellen. Aber vor Ort sehen die Jungschararbeiten oft sehr ähnlich aus. Modell jedes Kind hat einen “großen Bruder”, der ihn auch zu Hause besucht und den Kontakt zu den Eltern herstellt, finde ich sehr gut. Mehr Jungschararbeitsmaterial für die Österreichische Situation wäre gut.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Ausbildung, Lagerarbeit, Events, Vernetzung der Leiter.

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert/gefehlt?
Ein Jungscharmissionsteam wäre super für Kinderevangelisationen.
Ein Team von Vollzeitlern, die Jungscharmusterstunden halten würden und so vielleicht ein ausgearbeitetes Halbjahresprogramm praktisch starten und dann über die ferne betreuen könnten.
Ein Modell einer offenen Jungscharschararbeit in einer Stadt starten und dann auch auf andere Städte übertragen.

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Es müsste ein neues Konzept für eine offene Jungschar erarbeitet werden. Das meiste Material ist für Kids die schon ein Grundwissen haben.

Persönliches Mentoring?
Regionale Mitarbeitertreffen 2x im Jahr wären gut. Wenn es Konflikte innerhalb der Arbeit oder zwischen Jungschar und Gemeindeleitung gäbe, sollte ein ABÖJ Coach zu Verfügung stehen. Das andere sollte vor Ort in der Gemeinde geschehen.

Hast du eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?

  • Evangelikale Jungschararbeit Österreichs (EJÖ)
  • Bibelorientierte Jungschararbeit Österreichs (Bijö)
  • Bibelorientiertes Jungscharteam (Bjutea) :-)
  • JUTA- Jungschar und Teenager Arbeitskreis
  • Jubila - Jungschar , bibelorientierte Leiter Ausbildung
  • Oder Varianten mit einem neutralen Namen:
  • J - Punkt - Arbeitskreis bibelorientierter Jungschar- und Teenagerarbeit in Österreich.
  • Kids´r us
  • Powerkids
  • Younglife
  • Kidspro
  • Pro Kids
  • X-trakinder
  • etc.

Offene Fragen

Sonntag, 02. September 2007, von Weblog Admin

Es wurde immer wieder kritisiert, dass es in der Jungschar und Teeniearbeit in Österreich Defizite im Bereich Erlebnispädagogik gibt, dass EP nicht umgesetzt wird. Welche konkreten Veränderungsvorschläge gibt es hier?

Welche konkreten Veränderungen benötigt es, damit unsere Arbeit zeitgemäß bleibt? – Wann ist Zeit für Aktivitäten? Wie groß darf eine Gruppe werden? Welche Alters-Beschränkungen sind sinnvoll? Aktuelle Themenwahl? Gibt es neue Modelle?

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Leistungsdruck, Zeitdruck, Zuverlässigkeit, Transparenz, klare Kommunikation, Design, Öffentlichkeitspräsenz, finanzielle Autonomie, Unternehmenskultur, geschulte und engagierte Mitarbeiter, lesbare Erfolge, Fortschritt, …
Wie gehen wir mit diesem Anspruch um? Gibt es diesen Anspruch? Steht ein familiärer Umgang einer professionellen Arbeitsweise im Weg? Was sagt Gottes Wort dazu?

Gibt es neue Finanzierungsideen?
Lasst eure Kontakte spielen. Unsere Arbeit ist förderungswürdig!

Wachstum: Wohin?
Hat Österreich nicht eigentlich 9 Bundesländer? – Ist da jemand? OÖ: 38 Evangelikale Gemeinden; NÖ: 23; Burgenland: 4; Wien: 39; STMK: 18; Kärnten: 17; Salzburg: 9; Tirol: 18; Vorarlberg: 10; Gesamt: 176; (s. Gemeindeatlas, http://www.freikirchen.at/)

Wo stehen wir im Moment? Aktive Jungscharen; Mitgliedsgemeinden; Mitarbeiter; Räumlichkeiten; Material; nahe Ziele; wie viele Kinder könnten im kommenden Sommer mit aufs Lager kommen?
Eine Auflistung der Fakten von jeder Region wäre denk ich eine gute Sache.