ABÖJ Weblog

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Bericht - Baisc Training 2007

Samstag, 06. Oktober 2007, von Weblog Admin


Auf dem Region-Nord Weblog findest du einen Bericht zum heurigen internationalen Erlebniskurs!
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Gedanken zum ABÖJ

Freitag, 21. September 2007, von Weblog Admin


Wenn ich von Jungschar- Teenagerarbeit spreche, so denke ich an das Herzstück dieser Arbeit – den jungen Menschen ganzheitlich zu fördern – nach Geist, Leib und Seele.
Es geht den jungen Menschen zu Jesus Christus zu führen und ihn in die Gemeinde der Gläubigen hineinzuführen, wo er Tag für Tag verwandelt werden darf in das Ebenbild Jesus Christus und wo er seine Gaben und Fähigkeiten zu Ehre Gottes entfalten darf.

Dieses Herzstück der Arbeit heißt in unserer heutigen Zeit „Erlebnispädagogik“ und war immer schon Schwerpunkt der Jungschar- Teenagerarbeit. Dies unterscheidet den ABÖJ von anderen Trägern – Missionswerke, die eine Arbeit mit jungen Menschen im selben Alter durchführen.

Ein tolles Buch zu diesem Thema schrieb Hans Peter Royer „Nur wer loslässt wird gehalten“.

Ja es gilt eine Stunde - Freizeit zu gestalten, welche der Neugierde und der erhöhten Risikobereitschaft der Jugendlichen entgegenkommt. In ihrer Zeit des Sich-Suchens und Sich-Findens wollen sie ihre Kräfte, ihre Gaben und die noch schlummernden Fähigkeiten entdecken und prüfen. Nur so sind sie imstande, ihre eigenen Grenzen zu ertasten.
In der leidenschaftlichen Suche nach Wahrheit und gültigen Maßstäben werden Kinderglaube und Normen der Erwachsenen geprüft und oft verworfen. Zur Neukonstituierung muss der Glaube für sie glaubwürdig und nachvollziehbar sein.

Der Lernort „Natur“ bildet geradezu einen idealen Lernraum für ein tiefes Nachdenken und zu einem realen Existenztraining. In diesem Bereich bietet die Erlebnispädagogik für die christliche Jugendarbeit einen exzellenten Ansatzpunkt und diesen Weg geht der ABÖJ.

Und diese Arbeit sah der ABÖJ nicht getrennt von der Gemeindearbeit sondern immer in Verbindung mit der Gemeinde. Ging es doch darum, die Jungschar- und Teenagermitarbeiter durch die begabten Sekretäre und Mitarbeiter zuzurüsten, damit die Gemeinde die Arbeit vor Ort durchführen kann. Das Sommerlager war zum Teil der Höhepunkt der Jungschar- Teenagerarbeit während des Jahres und war eine Gemeindeaktivität, die mit anderen Gemeinden durchgeführt wurde. So konnten die Jugendlichen optimal betreut und Außenstehende in die örtlichen Gruppen integriert werden.

Wenn man die Interviews und Berichte liest, dann findet man dies bestätigt und ist auch ein Wunsch der Gemeinden.

Andererseits erlebte der ABÖJ auch, wie es Martin Schober schrieb, dass die Gemeinden ihn als Gratis-Dienstleister ansahen. Sie delegierten Mitarbeiter und Kinder und kamen nicht für die echten Kosten auf.

Schließlich gibt es neben der Arbeit des ABÖJ auch andere gute Kinder- Teenagerarbeiten in den Gemeinden, die sehr gesegnet sind.

Vielleicht muss der ABÖJ diesen Weg als Dienstleister gehen, wie z.B. KEB oder der Bibellesebund oder andere Missionswerke oder Gemeindebünde. Auch hier gibt es Schulungen, um die Mitarbeiter in den Gemeinden zuzurüsten. Auf der anderen Seite werden Freizeiten mit eigenen Mitarbeitern angeboten oder man hält Kinder- oder Teenagerstunden mit den eigenen Mitarbeitern in den Gemeinden ab. Die vollzeitlichen Mitarbeiter müssen zum Teil für ihre eigene Unterstützung selbst aufkommen und für die Arbeit selbst hofft man auf Spenden aus den Gemeinden und Förderer.

Lasst uns in dieser Sache das Angesicht Gottes suchen und dann seinen Auftrag ausführen.

Georg Hoffmann

Interview: Paul Crepcia, Wels

Donnerstag, 20. September 2007, von Weblog Admin

“Auf Zack”
Welches Magazin??? ich kenne keins. Wenn es eines online geben würde würde ich natürlich regelmäßig drauf schauen (wenn es natürlich regelmäßig aktualisiert wird).

Mitarbeitertreffen?
Regional würde ich mal sagen alle 3 Monate und national vielleicht 2-3 mal im Jahr. Ich glaube, dass es besser ist, wenn die Basis mehr in Entscheidungsprozesse integriert ist, denn auf sie stützt sich ja die Führung - wenn die ,,kleinen Leute” nichts tun, kann die Leiterschaft des ABOEJ auch nichts machen. Die Basis soll aber erst dann Entscheidungen mitentscheiden nachdem sie die Meinungen der Führungspersonalitäten erfahren hat.

Was muss ein überregionales Netzwerk bieten?
einiges ;-) gute Kommunikation untereinander, also dass jeder Jungscharhauptleiter ungefähr weiß was die anderen Jungscharen machen damit sie alle sozusagen zum gleichen Ziel hinarbeiten bzw. dass alle Kinder ein ungefähr gleiches Niveau haben (wenn die Kinder in den verschiedenen Jungscharen geistlich einigermaßen gleich weit sind ist es sicherlich einfacher für die Leiter beim Vorbereiten und beim Ausführen diverser Aktivitäten bei den Leitern)

Was weißt du über Jungschar- und Teeniearbeit in anderen Ländern?
Unterschiede: in manchen Ländern sind die Leiter strenger, es ist nicht so locker wie bei uns (kommt mir so vor) hier ein Beispiel: in einer Jungschargruppe (in Rumänien) haben die Kinder alle Büchernamen der ganzen Bibel auswendig lernen müssen und dann auch wissen müssen, um was es drinnen ungefähr geht - in unserer Jungschar könnte ich mir das nicht vorstellen. Bei anderen ist das Mitnehmen der Bibel Pflicht, bei uns nimmt es nur die Hälfte mit, obwohl es Belohnungen gibt wenn die Kinder sie öfters mitnehmen. Wenn es nicht so streng ist in einer Jungschar fühlen sich die Kinder freier und vielleicht auch wohler, aber ich glaub dass sie schon ein wenig gefordert werden sollen. Wenn es ein bisschen strenger ist nehmen die Kinder (die ihr Leben Jesus übergeben haben) die ganze Sache ernster und leben ihr Glaubensleben disziplinierter hier ein Beispiel: in unserer Jungschar machen die wenigsten Kinder regelmäßige Stille Zeit. Als ich noch so jung war hab ichs auch fast nie gemacht. Aber nach dem ersten Jungscharlager, an dem ich teilgenommen habe hab ich begonnen, sie zu machen, weil die Leiter mit uns in der Früh Stille Zeit machten, und so hab ich verstanden was das für einen Wert hat und es war auch ein gewisser Ansporn da.
Also wenn das Lager sehr locker gewesen wäre und die Stille Zeit nicht gemacht wäre hätte ich wie manche andere nicht angefangen, selber aktiv zu werden.
Das war nur ein Beispiel von vielen anderen. Ich finde es gut und schön, dass bei den ABOEJ niciht so eine Strenge herrscht, aber manchmal könnte sie nicht schaden - das ist nicht im schlechten Sinn gemeint. (Wenn ein Lehrer nicht Streng ist und nicht dauernd prüft lernen die Schüler nichts, d.h. er muss streng sein, das heißt aber nicht dass er die Schüler nicht mag! Er sieht die Früchte, die nur dann kommen, wenn ein gewisses Verfahren angewandt wird, in diesem Fall ist es die ,,Strenge”). — Nur ist es von Fall zu Fall verschieden.
Aber sonst glaub haben wir nicht so große Unterschiede zu den anderen Ländern.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Der ABOEJ ist gut im technischen Bereich (Lageraufbau,…), die positive Stimmung und der gute Umgang der Leiter untereinander hat mir gefallen, die Umsetzung der jeweiligen Themen bei den Lagern in die Wirklichkeit, also heuer z.b. beim Lager ,,Die Reise der Israeliten” beim Thema Jericho haben wir eine Burg aus schachteln gebaut, oder die Stiftshütte mit Altar…

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert oder gefehlt?
Ich persönlich finde dass es, auf Österreichisch ausgedrückt, zach war. Außer den Lagern und den Jahresabschlußveranstaltungen mit den Jungscharen (Regional) vor den Sommer war eigentlich nie etwas los. Es sollte öfters etwas regional oder überregional gemacht werden. Es sollten im Jahr einige Highlights geben, auf die sich die Kinder drauf freuen, z.b überregionales Fußballturnier…(dann gibts jedes Jahr die beste Jungschar Österreichs in Fußball ;-))
Bei sollchen Sachen ist es viel einfacher Freunde einzuladen als in einer ,,unspektakulären Jungscharstunde”.
Mir ist auch aufgefallen dass bei vielen die Motivation fehlt. Einige Kurse sind nicht gemacht worden weil sich keine Leute angemeldet haben, also da muss noch gearbeitet werden.

Verbesserungen am Sommerlager?

Nicht so viele Spiele und Aktivitäten, bei denen so viel Wert auf gute Organisation und sonstigen Äußerlichkeiten gelegt wird, sondern einfach mal mehr Zeit wo die Leiter mit den Kindern einfach irgendwas machen, z.b. einfach spazieren gehen und dabei miteinander über was reden, also dass die Leiter mehr Zeit haben den Kindern sozusagen vertraulicher zu werden und näher zu kommen - was aber nicht heißt dass die Aktivitäten schlecht sind.
Sonst glaub ich sind wir eh bei den besten Lageranbietern ;-)

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Vielleicht in der überregionalen Mitarbeiterversammlung einen Plan entwerfen, um die Kinder langsam zum Glauben zu bringen und durch gemeinsame Unterstützung die Arbeit vorantreiben, z.b. wenn eine Jungschar zu überlastet ist einen unterbelasteten Leiter von einer anderen Jungschar schicken, - wenn das nur in einer Gemeinde wäre.
Wenn es aber in mehreren Gemeinden passiert wären gemeinsame Verantsaltungen vielleicht wirkungsvoll (z.b. evangelistischer Jesushouse in diesem Fall für die älteren)

Hast du eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?
Vereinigung Öserreichischer Jungschar- u. Teeniearbeit: VOEJT

Interview: Tom Happel, Traun

Montag, 17. September 2007, von Weblog Admin


Tom Happel (Gemeindeleiter, VM Traun) mit Michi und Simon Kramer.

Wie geht es der Teenie und Jungschararbeit in Traun?
Wir sind sehr zufrieden. Unser Teenkreis ist inzwischen die Jugend geworden und wir sind dabei bald die Jungschararbeit in Jungschar und Teens zu teilen. Außerdem haben wir noch eine Kinderarbeit unter Ausländerkindern.

Welche Rolle sollen die Gemeinden in der Zukunft spielen?
Zuerst einmal sind wir total dankbar für die Arbeit und Unterstützung des Aböj. Da wir mit dem Aböj in Projekten zusammenarbeiten haben wir als Gemeinde eh eine gute Zusammenarbeit. In der Ausbildungsarbeit sind wir froh unsere jungen Leiter gut ausgebildet zu bekommen. Das sollte auch weiterhin so bleiben.

Was macht uns einzigartig?
Einzigartig ist glaube ich, das Natur pur Lager mit Feldküche und eigener Dusche und Waschanlagen (Plumpsklos gehören der Vergangenheit an, und das ist gut so). Toll ist auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Jungscharen und die Ergänzung der verschiedenen Gaben.
Wir sollten aber noch mehr das gute Material des Aböj nutzen (z.B. Boote am See oder Fluss, Klettern, Spielpakete (Hockey, Diabolo, Jonglieren etc. )) Ein Workshoplager wäre gut möglich, die Idee von Alex gefällt mir gut. (Ich könnte die Kajaks und Kanus übernehmen.)

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Sommerlager sind super. Frühlingsevent wäre wiedermal klass. Wintergames sind eher ungewiss. Die Alterseinteilung sollte bei den Teenielagern wirklich eingehalten werden. Es kommt schlecht, wenn zu junge Kids mitfahren.
Erlebnispädagogik ist super weil grundlegende Wahrheiten ganzheitlich vermittelt werden. Beim Teenielager sollte auch auf praktische Einsätze wertgelegt werden. Wie wäre es mal mit einem Teenielager auf einem Campingplatz und wir gestalten für die Kinder ein Kinderprogramm oder ähnliches.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Professionalität sollte Praxisnähe bedeuten. Effektivität liegt in der Teamarbeit, wo jeder weiß, was er zu tun hat. Ein Kernteam denkt vor und delegiert. Lesbare Erfolge und erreichbare Ziele sind absolut nötig und biblisch, denn Frucht soll man ja erkennen, oder.
Ich finde es gut wenn die Aböj Mitarbeiter die Zeit haben Vordenker und Motivatoren für die Jungscharmitarbeiter sein können. Da würde ich mir noch mehr unterstützung wünschen. Obwohl ich weiß, dass man sich auch selbst darum bemühen muß.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten siehst du für diese Arbeit?
Missionswerke, Unterstützerkreise, mehr Beteiligung der Gemeinden. Vollzeitler auch weiterhin nötig.

Was weißt du über Jungschar- und Teeniearbeit in anderen Ländern?
Größere Bünde und mehr Leiter können größere Events auf die Beine stellen. Aber vor Ort sehen die Jungschararbeiten oft sehr ähnlich aus. Modell jedes Kind hat einen “großen Bruder”, der ihn auch zu Hause besucht und den Kontakt zu den Eltern herstellt, finde ich sehr gut. Mehr Jungschararbeitsmaterial für die Österreichische Situation wäre gut.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Ausbildung, Lagerarbeit, Events, Vernetzung der Leiter.

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert/gefehlt?
Ein Jungscharmissionsteam wäre super für Kinderevangelisationen.
Ein Team von Vollzeitlern, die Jungscharmusterstunden halten würden und so vielleicht ein ausgearbeitetes Halbjahresprogramm praktisch starten und dann über die ferne betreuen könnten.
Ein Modell einer offenen Jungscharschararbeit in einer Stadt starten und dann auch auf andere Städte übertragen.

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Es müsste ein neues Konzept für eine offene Jungschar erarbeitet werden. Das meiste Material ist für Kids die schon ein Grundwissen haben.

Persönliches Mentoring?
Regionale Mitarbeitertreffen 2x im Jahr wären gut. Wenn es Konflikte innerhalb der Arbeit oder zwischen Jungschar und Gemeindeleitung gäbe, sollte ein ABÖJ Coach zu Verfügung stehen. Das andere sollte vor Ort in der Gemeinde geschehen.

Hast du eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?

  • Evangelikale Jungschararbeit Österreichs (EJÖ)
  • Bibelorientierte Jungschararbeit Österreichs (Bijö)
  • Bibelorientiertes Jungscharteam (Bjutea) :-)
  • JUTA- Jungschar und Teenager Arbeitskreis
  • Jubila - Jungschar , bibelorientierte Leiter Ausbildung
  • Oder Varianten mit einem neutralen Namen:
  • J - Punkt - Arbeitskreis bibelorientierter Jungschar- und Teenagerarbeit in Österreich.
  • Kids´r us
  • Powerkids
  • Younglife
  • Kidspro
  • Pro Kids
  • X-trakinder
  • etc.

Notwendige Veränderungen auf vielen Ebenen

Donnerstag, 13. September 2007, von Weblog Admin

Ich staune nicht schlecht über die rege Beteiligung auf diesem Weblog. Ich habe das RSS-feed abonniert und lese täglich mit großem Interesse. Euer Feuer ermutigt mich sehr.
Hier ein paar persönliche Gedanken und Erfahrungen: Was war gut – wie könnte es weitergehen. Es ist ein weites und vielschichtiges Thema, das sich in verschiedenen Ebenen darstellt.

1) Vereinsebene

Der ABÖJ-Verein liegt nicht in Scherben. Der aktuelle Vorstand hat gerade was den Verein betrifft einiges geleistet: Die Gehälter werden pünktlich bezahlt, Steuern ordentlich abgeführt, die unterschiedlichen Materialverwaltungen der Regionen zusammengeführt, es wird über Anforderungsprofile und zukunftstaugliche Strukturmodelle nachgedacht. Durch Wachstum und regional widersprüchliche Entwicklungen war hier wirklich Handlungsbedarf. Hier hat der Vorstand sichtbare Verbesserungen herbeigeführt.

2) Die Zeit bleibt nicht stehen – wir auch nicht

Der ABÖJ war nie an dem Punkt zu sagen: Jetzt passt unser Angebot, so ist es perfekt. Im Gegenteil: Immer waren Dinge in Bewegung, Veränderungen und Anpassungen waren selbstverständlich und notwendig. Wichtige Lektion: Dabei nicht das große Ziel aus den Augen verlieren und der Illusion verfallen, dass wir es irgendwie alleine schaffen könnten, wenn wir uns nur entsprechend professionell anstellen!

Wir sind konfrontiert mit Realitäten, die für uns gelten, ob es uns gefällt oder nicht:

  • Ein Generationswechsel war unbedingt nötig, neue Generationen brauchen neue MitarbeiterInnen, die sie verstehen und ihre Sprache sprechen.

  • Wir haben ein qualitativ hochwertiges Aus- und Fortbildungssystem, aber kaum Leute die es nützen

  • Die neue Generation hat keinen oder anderen Bezug zum Verein. Vereine und christliche Organisationen im engeren Sinne verlieren weltweit an Beachtung. Organisierte Religion wird abgelehnt, Spiritualität hingegen gesucht. Mehr zu dieser Entwicklung in dem hervorragenden Buch Emerging Church von Dan Kimbal.

  • Gemeinden sehen uns größtenteils als Gratis-Dienstleister. Sie delegieren Mitarbeiter und Kinder und kommen nicht für die echten Kosten auf. Ebenso halten es die Gemeindebünde. Hier scheint das Hemd näher als der Rock: Schöne Worte und kein Budget.

Ganz abgesehen wer leitet, kommt, geht – und ob neue Besen tatsächlich besser kehren – sind das Fragen, denen wir uns stellen müssen. Das hängt nicht mit Vorstand, Sekretären oder sonst jemandem zusammen.

Entwicklung von ABÖJ & Co

Organisationen verändern sich fortlaufend. Nach einer euphorischen Pionierphase geprägt von Wachstum, Begeisterung und Chaos folgt eine direktive Phase des Ordnens und Strukturierens. Wenn Personalmanagement hier versagt und Dinge übers Knie brechen will, gehen hier die kreativen und vertrauten Mitarbeiter weg, die in einer – wenigstens aus ihrer Sicht – machtbetonenden (Wir sind jetzt die Chefs und du machst was wir wollen) und bürokratischen (für alles das richtige Formular) Umgebung nicht das richtige Umfeld finden. (Detailliert ausgearbeitet in „Authentische Führung“ von Paul Donders)
Wenn eine Bewegung wie der ABÖJ weiter wachsen möchte, braucht es eine delegative Phase, in der Verantwortungen an neue Teilarbeiten abgegeben werden, die dort wieder kleine Pionierphasen erleben etc. Die Rolle der Leitung verändert sich entscheidend in Richtung Begleitung, Coaching. Hier können nur Menschen erfolgreich führen, die ein großes Herz, moralische Integrität und gewissermaßen „väterliche Freundschaft“ besitzen und anbieten können. Hier braucht es Herz-Menschen, die integrative Arbeit leisten können.

Menschliche Ebene

Zwischen Sekretären und Leitung liefen die Dinge hier nicht glücklich. Trotz vermutlich guter Absichten, konnte wenig Energie in inhaltliche Diskussion gesteckt werden. Vielmehr ging es vornehmlich um Machtkämpfe und letztendlich um die Frage aller Fragen: „Sag, wer ist der Größte im Reich der Himmel“.
(Mehr über die Machtkämpfe zwischen altem und neuem Führungsstil in dem tollen Buch „Die geheimen Spielregeln der Macht“ - man meint die Autorin hätte uns zugehört!)

Dafür sollten wir uns schämen. Wir Sekretäre haben gemeinsam vor Gott die Entscheidung getroffen, dass es für das Werk und die Arbeit in Österreich das beste ist, dieser mühseligen Diskussion durch Rückzug den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das ist schmerzhaft, weil Jungschar unser Leben und unsere Leidenschaft ist, aber es öffnet den Weg für einen Neuanfang. Und das ist, worauf es letztlich ankommt: Weder die alten Pioniere (Sekretäre) noch die neuen Verantwortlichen (H. Gangl, B. Piekharz) könnten eine Jungschararbeit in Österreich und darüber hinaus in Bewegung bringen. Wenn nicht die nächste Leitergeneration den Ball aufnimmt und Nägel mit Köpfen macht, bleibt von allen tollen Konzepten nur der Heizwert.

Berufen – Befähigt – Bewährt - das sind Leute, die Gott einsetzen kann und will

Berufen
Er ruft uns, sein Joch ist sanft und die Last leicht, denn sie passt genau, hat unsere Kragenweite.
Begabt/Befähigt
Er begabt MitarbeiterInnen auf besondere Art und Weise und befähigt sie zu der Aufgabe, zu der er sie berufen hat.
Bewährt
Wir haben keinen Mangel an Schaumschlägern und Glaubenstheoretikern. Ein Blick auf das transparente Leben eines Leiters macht seine eigentliche Qualität sichtbar.

Solche Menschen sollen den ABÖJ in die nächste Phase führen. Lässt du dich herausfordern? Willst du so jemand sein? Mir schlottern die Knie, aber lass es uns versuchen!

Martin Schober,

hat auf den Fotos festgestellt, dass er ganz schön viele Falten bekommen hat
über die Jahre in der Jungschar. Es müssen wohl Lachfalten sein!


Lachfalter: Rückblick über 20 Jahre Jungschararbeit


ein paar lose Gedanken

Dienstag, 11. September 2007, von Weblog Admin

Zuerst einmal ein ganz dickes Lob an Alex und Peter, welche sich neben all der Arbeit im Studium und ihrer lokalen Arbeit die zeit nehmen um sich für das Anliegen der Jungschararbeit einzusetzen. GROSSEN Respekt!!

Auch wenn in einigen Posts von Scherbenhaufen und Konflikten die Rede ist und das nicht ganz zu Unrecht, so stelle ich doch fest, dass die Idee der ganzheitlichen Kinderarbeit, welche wir als Jungschar bezeichnen nach wie vor lebt.

In den vergangenen Jahren habe mehrere hundert Männer und Frauen sich für den Aufbau von lokalen Jungschargruppen engagiert. Unzählige haben bei Kursen und Seminaren gelernt wie sie ihre Gemeindekinder und auch solche von Außerhalb mit dem Evangelium erreichen könne und sie zu Jesus zu führen und sie auf dem Weg der Jüngerschaft zu begleiten.

Wenn ich mir die Situation so ansschaue, dann sehe ich verschiedene Ebenen.

Auf der Ebene der Kinder ist alles so wie bisher. Sie erleben tolle Jungscharnachmittage, es gab wie bisher viele tolle und große Lager im ganzen Land.

Auf Ebene der Gruppen läuft es derzeit vergleichbar rund oder eckig wie vor einem Jahr. Die Fragen der Teams nach motivierten Mitarbeiter, zündenden Ideen und wie die Kinder mit dem Evangelium erreicht werden können sind unverändert. Vielleicht schleicht sich da und dort die Sorge ein, wie der Mitarbeiternachwuchs in den nächsten Jahren geschult werden kann und wie die Beziehungen ohne professionelle Netzwerker (Sekretäre) aufrechterhalten werden sollen.

Auf Ebene der Schulungskurse sieht es hingegen düster aus. Fehlen doch mit dem Ausscheiden von mindestens drei, evt. bis zu fünf Kursleiter die Masterminds der Ausbildung.

Frage ist das eine Katastrophe oder eine Chance?

Ich denke, dass dies eine enorme Chance für die Gemeinde in Österreich ist.

Die Idee der Jungschararbeit wurde gesät und hat Früchte, viele gute Früchte gezeigt.

Nun liegt der Ball bei den Gemeinden, was sie damit machen. Lassen sie den erhaltenen Samen und dessen Früchte liegen und warten bis wieder ein Missionar kommt und mit Geld aus dem Ausland etwas auf die Füße stellt?

Vielleicht ist die jetzige Situation, wo die ehemaligen Masterminds (Vorstand u. Sekretäre) aus dem Spiel sind die Chance, dass die wirklichen Spieler den Ball übernehmen. Der ABÖJ wie wir ihn bisher kannten wurde von oben nach unten gebaut. Vielleicht ist es an der Zeit von unten nach oben zu bauen.

Über das ganze Land verteilt gibt es derzeit vielleicht 20, 30, ja vielleicht sogar 40 aktive Jungscharen. Jede von ihnen mit ihren individuellen Stärken und Schwächen. Wenn sich diese zusammentun um sich gegenseitig zu unterstützen und fördern, so finden sie Mittel und Wege dies zu tun.

In diesem Sinn wünsche ich allen Jungscharleitern und -leiterinnen viel Mut für die Zukunft.

Ruedi

Mit Vollgas in die Zukunft

Donnerstag, 30. August 2007, von Weblog Admin

Hallo Ihr Lieben,
jetzt ist der Zeitpunkt gekommen wo ich mich auch kurz zu Wort melden möchte:

Diese Plattform soll eine Möglichkeit sein, eure Gedanken, eure Ideen, Wünsche, Beschwerden über die Jungschar und dessen Organisation mitzuteilen. Wie stellt Ihr euch die Jungschararbeit in Zukunft vor?
Wo siehst du deinen Part? in der Lagermitarbeit, JS-Mitarbeit in der Gemeinde, Lagerleitung, Sekretär?
Ich würde mir wünschen, z.b. dass jede Region einen Vollzeitangestellten hat, dass wir in 3 Jahren österreichweit 500 Kinder mit auf’s Lager nehmen.
sind das auch eure Vorstellungen, wie wir gemeinsam Gottes Acker bearbeiten?
oder wer möchte gerne mit auf einen Kurs kommen, wenn JA warum und welchen?
Wer war schon dabei? was hat gefallen? was sollten wir besser machen?
Ich würde mir wünschen euch alle wieder bei einem Mitarbeitertreffen zu sehen, gemeinsam auszutauschen, plaudern, Spaß haben, gemeinsam für die Kids und für Jesus einstehen!

Ich hoffe auf viele Einträge und freue mich auf euch!

lg Peter