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Interview: Irina Schneetter, OÖ(A)/Brake(D)

Freitag, 05. Oktober 2007, von Weblog Admin

Was kannst du uns von deinen Erfahrungen am Sommerlager in Deutschland berichten?
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass im Grunde das Gleiche im Mittelpunkt steht: Es geht darum, dass Kinder Gott kennen lernen, ihn erleben und es Auswirkungen auf ihr Leben hat.
Positiv erlebt habe ich, dass die Stille-Zeit Gruppen in kleinere Gruppen aufgeteilt wurden. Wenn in einem Zelt beispielsweise fünf Kinder und zwei Mitarbeiter waren, dann fühlte sich jeder Mitarbeiter für 2-3 Kinder verantwortlich – die Stille-Zeit wurde nur mit einem Leiter und diesen 2-3 Kindern gemacht. Der Vorteil dabei war, dass jeder Mitarbeiter eine Verantwortung hatte, wirklich jeder „gebraucht“ wurde und man auch individueller auf die Kinder eingehen konnte. Das Problem mit dem davor Singen wurde so gelöst, dass jede „Familie“ (=mehrere Zelte) gemeinsam sangen und sich erst dann in die Kleingruppen aufteilten. Mochte ein Minileiter die Verantwortung einer eigenen Kleingruppe noch nicht übernehmen, wurden die Gruppen einfach ein wenig größer und zusammengelegt.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Gutes Verhältnis zwischen Eigenständigkeit und doch der Möglichkeit auf kompetente Hilfe zurückzugreifen. Einerseits konnte man als Jungschar oder Lager selber entscheiden, wie und wo man die Schwerpunkte legt, wie die gesteckten Ziele praktisch erreicht werden können. Es lag an einem selber, wie intensiv man sich in den ABÖJ-Verband einbrachte, die Kurse in Anspruch nahm, um Rat bei erfahrenen ABÖJ Sekretären suchte. Weiters profitierte ich persönlich besonders von den Kursen. Einerseits wurde wichtiges Wissen vermittelt, neue Ideen gegeben und andererseits kam ich jedes Mal hoch motiviert für die eigene, kleine Jungschararbeit zurück.

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert oder gefehlt?
Die Werbung. Die Information floss teilweise nur sehr stockend, es musste einem persönlich ein Anliegen sein, um den Dingen nachzugehen und dann zu den gewünschten Infos zu kommen. Auch bei den Jungscharlagern sehe ich noch große Möglichkeiten, wie auch noch viel mehr Nicht-Christen erreicht werden könnten, wenn man mehr Wert auf die Werbung legen würde. (Wobei ich schon dazu sagen muss, dass der ABÖJ in diesem Punkt in letzter Zeit Fortschritte gemacht hat)
Ich fände es toll, wenn der Schwerpunkt noch mehr auf das Erreichen von Nicht-Christen gelegt werden würde (ohne dabei die Förderung unserer Gemeindekinder zu übersehen!), denn ich denke dazu haben wir mit dieser Arbeit in Österreich echt (noch) offene Türen. Wer weiß, wie lange wir noch solche Freiheiten haben werden, doch jetzt lassen sich Kinder noch ansprechen, wir können öffentliche Schulen, Bauernwiesen… mieten und die Regierung steht nicht dagegen.

Wie würdest du die Arbeit der KEB und des ABÖJ vergleichen?
Ähnliches Ziel, unterschiedliche Vorgehensweise.
KEB: nicht unbedingt an eine Gemeinde angeschlossen – Problem der Integration in Gemeinden; es wird mehr über die kreative Schiene gearbeitet; sehr persönliche Kontakte zu den Kids; Einsatz in Schulen; Gemeindeübergreifend: auch Kinder aus katholischem, evangelischem Hintergrund werden erreicht, dadurch wird oft positiver Schwung in unsere Landeskirchen gebracht.
ABÖJ: erlebnisorientiert, naturverbunden, praktischere Vernetzung Österreichweit (es besteht ein größeres Wir-Gefühl unter den Jungscharen-Mitarbeitern im Land), in Teilen der Gemeindestruktur; im christlichen Bereich Österreichs nicht sehr bekannt.

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Ein Punkt an dem es ziemlich krass auffällt ist, wenn Material verwendet wird, indem alte Bilder verwendet werden. Ich bin dafür, dass auch altbewährtes gebraucht wird, doch vielleicht sollte man dabei nicht unbedingt auf die Bilder, sondern auf den Inhalt zurückgreifen. Zur Altersbeschränkung: Kids und Teens auf jeden Fall trennen. Die Trennlinie würde ich zwischen 12 und 13 Jahren ziehen.

Sollte es so sein, dass in den n. Jahren mehr als die Hälfte Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie sollte dann damit umgegangen werden?
Vielleicht sollte eine 50:50 Mischung angepeilt werden, schließlich sollen die jungen Christen auf jeden Fall auch weitergeführt werden (vor allem wenn man bedenkt, dass sie oftmals die einzigen Gläubigen in ihrer Klasse sind oder sich zu zweit oder dritt durchkämpfen).
Sollte eine Zahl von mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus angepeilt werden, dann muss sicherlich mehr Schwerpunkt auf die Elternarbeit gelegt werden. Man sollte einen offenen, transparenten Teil der Stadtgemeinde einnehmen, damit nicht so viele Gerüchte und Vermutungen (Sekte…?) im Raum stehen bleiben. Man sollte den Menschen in der Nachbarschaft nicht der „große Unbekannte“ bleiben, wirkliches Interesse an ihnen und ihren Kindern zeigen (und auch haben) und Liebe leben.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Ich bin davon überzeugt, dass ein gewisser Grad an Professionalität auch für christliche Organisationen von Vorteil ist, warum sollten wir Christen diese Dinge ablehnen, wenn sie uns helfen können, die Menschen um uns herum auf uns aufmerksam zu machen? Natürlich darf es nicht so weit kommen, dass es nur noch darum geht, doch ich denke eine gute Mischung in den Teams, wo jeweils eine Person mit Schwerpunkt Qualitätserhöhung dabei ist, ist nur wünschenswert. Ehrlicherweise müssen wir sagen, dass es viele Menschen abschreckt, wenn das Layout, die Methoden… völlig veraltet sind, bevor sie noch wissen, was sie eigentlich genau ablehnen. Ja, wir dürfen und sollen mitgehen, doch dabei nie das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren!

Wie siehst du den Zusammenhang zwischen Mission und nationaler Jungschar- und Teeniearbeit in Europa?
Ich finde man kann und soll diese beiden Bereiche nicht voneinander trennen. Schon die Kinder sollen lernen, dass die Mission (wo auch immer sie sich befindet) unser Auftrag ist und unser Leben davon in unserem Alltag durchdrungen sein sollte. Erleben sie es in ihrer Kindheit nicht, dann ist es oft später schwierig die Wichtigkeit zu sehen. Wie könnte es aussehen? Aktivitäten, Wettbewerbe von den Kids veranstaltet und durchgeführt, bei dem der Ertrag an eine Missionarsfamilie geschickt wird, Missionare kommen und berichten von ihrer Arbeit und ihrem Leben. Vielleicht könnte man auch immer wieder „Missionseinsätze“ in benachbarten Ländern einplanen. Dabei würden die Teens sehen, dass es auch auf anderen Teilen der Erde Christen gibt, die ähnlich Überzeugungen haben und es wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Hast du eine Idee für einen neuen Namen?
Dazu fällt mir gerade nichts Brauchbares ein. Weiß nur, dass ich das Wort „bibelorientiert“ aussagekräftig finde.

Vielen Dank Irina für deine inspirierenden und einleuchtenden Überlegungen! Gottes Segen für dein letztes Bibelschuljahr! Wir freuen uns auf dein Comeback in Österreich! (Liebe Grüße, Alex)

Interview: Veronika Pliz, Gramastetten

Freitag, 21. September 2007, von Weblog Admin

Was macht uns einzigartig?
Etwas dass uns ganz klar von anderen Lagern unterscheidet, ist der Glaube. Jesus ist das Fundament und darauf baut sich alles auf. Ich denke mir, dass wir nicht so eine gute Teamgemeinschaft hätten, wären wir nicht Christen. Die Teamarbeit beinhaltet das sich auf den anderen verlassen können, die gemeinsame Unterstützung im Gebet und auch das einander Wertschätzen.
Auch werden unsere Lager vom Gebet verschiedener Gemeinden unterstützt und getragen.
Ein weiterer Unterschied ist die detaillierte Planung, die jedem Jungscharlager vorangeht. Ich war im August dieses Jahres noch auf einem anderen Lager mitdabei, und wir haben uns nur einmal vorher getroffen, um sich als Team kennen zu lernen.
Auch sind 90 Prozent der Mitarbeiter qualifiziert durch verschiedene Kurse die vom ABÖJ angeboten werden.
Unser Hauptziel ist nicht, den Kindern eine actionreiche, lustige Woche zu bieten, sondern ihnen Jesu Wort näher zu bringen und sie im Glauben ein Stück weit zu begleiten.

Mitarbeitertreffen?
Ich fände es gut je ein nationales und ein regionales Mitarbeitertreffen im Jahr zu organisieren. Zum gemeinsamen Austausch, aber auch Ermunterung und Motivation.

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Ich denke mir, dass es sehr wichtig ist sich über die aktuellen Lebensumstände der Kinder zu informieren und die „pädagogischen“ Ziele daran anzupassen. („Die Kinder dort abholen wo sie stehen“). Wir leben in einer Zeit der Veränderungen. Wenn wir die Kinder erreichen wollen, müssen wir uns damit auseinandersetzen. Viele Kinder leben nicht mehr in einem intakten Elternhaus- auch Christen. Medien spielen eine immer größere Rolle und beanspruchen immer mehr Zeit der Kinder. Der Einzelne spielt keine große Rolle mehr.
Ich denke, dass das für unsere Arbeit heißt, zwar Aktivitäten in der Großgruppe anzubieten, aber sich auch dem Einzelnen zu widmen. Freundschaften aufzubauen. (Natürlich auch Freundschaften der Leiter untereinander zu vertiefen, aber vor allem Beziehungen zu Kindern aufzubauen). Je größer eine Gruppe ist, umso mehr muss man darauf achten. Etwas dass ich auch noch sehr wichtig finde ist, dass man die Jungschärler untereinander bekannt macht und zum Beispiel Gruppen nicht nach Jungschar einteilt, sondern „zusammenwürfelt“. Wobei aber 2 Kinder pro Jungschar in einer Gruppe sein sollen. Da liegt dann auch wieder die Verantwortung beim Gruppenleiter, dass die Kinder untereinander eine Einheit werden.
Es bedeutet für mich, Angebote und Materialien zu reduzieren, was aber nicht mit fad und ereignislos gleichzusetzen ist. Kinder brauchen auch Zeiten, wo sie zur Ruhe kommen können.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Professionalität bedeutet für mich, dass sich Ziele gesetzt werden. Es bedeutet Reflexion und Verbesserung, sowie Veränderung und auch zum Teil Anpassung an neue Umstände.
Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Information der Gemeinden. Heuer hat es zum ersten Mal ein Team gegeben, das Gemeinden informiert hat über bereits vergangene Jungscharlager und das kommende. Dies ist ein erster Schritt in Richtung Transparenz. Gemeinden wollen informiert werden, wir geben ihnen oft keine Chance. Was wir in der CGU heuer noch gemacht haben, war ein ausführlicher Bericht im September mit Fotos, einem Film und weiteren Beiträgen, wie das Vorlesen der beiden Kurzgeschichten die gewonnen haben und das Bedanken bei den Eltern die mit dabei waren. Dies gab uns die Möglichkeit, gemeindeferne Kinder einzuladen, die auch gekommen sind und noch einmal die Zeit in Erinnerung zu rufen. Die Reaktionen waren sehr gut. Einige Leute waren sehr berührt und es ist sehr gut angekommen.
Professionalität bedeutet natürlich auch geschulte Mitarbeiter, die aber großteils vorhanden sind.
Leistungsdruck und Zeitdruck hat für mich nichts mit Professionalität zu tun, da es um Qualität, nicht Quantität geht. Wenn wir uns zu sehr bestimmen lassen von Erfolgen, übersehen wir den Einzelnen- das Kind und auch den Leiter.

Kontakt zwischen den Gruppen?
Ein Beispiel für vernetzte Kommunikation und Zusammenarbeit unterschiedlicher Gemeinden ist das JesusHouse. Es sind Mitarbeiter aus verschiedene freichristlichen, aber auch Pfingstgemeinden und evangelischen Kirchen beteiligt. Unterschiede und Schwerpunkte der verschiedenen Gruppen werden nicht als Hindernisse, sondern als Herausforderung gesehen, voneinander zu lernen und profitieren. Fundamente sind Jesus Christus und Gebet, und Gott segnet diese Arbeit.

Wie siehst du den Zusammenhang zwischen Mission und nationaler Jungschar- und Teeniearbeit in Europa?
Ich denke mir, Jesus gab uns den Missionsauftrag, (Matthäus 28, 19) und daher finde ich es gut, Kindern diesen auch mitzuteilen und näherzubringen. Sollte es uns nicht allen ein Herzensanliegen sein, anderen von Jesus zu erzählen?
„Missionieren“ bedeutet ja nicht, in ein anderes Land zu gehen und nie mehr nach Hause zu kommen. Es fängt schon beim Sitznachbarn in der Schule an. Es bedeutet auch nicht, mit der Sketchbordtafel zu „predigen“ und „Traktate“ zu verteilen, sondern es fängt im eigenen Verhalten an, dass Zeugnis von Jesus gibt und Menschen zum Nachdenken bringt. Dies Jungscharkindern zu vermitteln, ist denke ich mir sehr wichtig. Natürlich schadet es aber auch nicht, Kinder sensibel zu machen für Probleme anderer Länder, wobei ich persönlich diesen Schwerpunkt mehr in die Teeniearbeit verlegen würde.
In unserem Teeniekreis hatten wir ein afrikanisches Patenkind. Solche „Projekte“ erweitern den Blickwinkel und öffnen das Herz für andere Kulturen. Teenstreet ist eine Veranstaltung, organisiert von Operation Mobilisation, die international ist. Dadurch können Teenager erste Erfahrungen mit Menschen unterschiedlicher Länder machen, aber auch im „Missionieren“. Weiters gibt es solche Freizeiten auch im kleineren Rahmen in verschiedenen Ländern. Ich habe bei solch einer Veranstaltung in Irland teilgenommen und würde dies jedem weiterempfehlen, egal ob er vorhat längere Zeit ins Ausland zu gehen, oder nicht. Solche Erfahrungen prägen und verändern jeden.

Interview: Paul Crepcia, Wels

Donnerstag, 20. September 2007, von Weblog Admin

“Auf Zack”
Welches Magazin??? ich kenne keins. Wenn es eines online geben würde würde ich natürlich regelmäßig drauf schauen (wenn es natürlich regelmäßig aktualisiert wird).

Mitarbeitertreffen?
Regional würde ich mal sagen alle 3 Monate und national vielleicht 2-3 mal im Jahr. Ich glaube, dass es besser ist, wenn die Basis mehr in Entscheidungsprozesse integriert ist, denn auf sie stützt sich ja die Führung - wenn die ,,kleinen Leute” nichts tun, kann die Leiterschaft des ABOEJ auch nichts machen. Die Basis soll aber erst dann Entscheidungen mitentscheiden nachdem sie die Meinungen der Führungspersonalitäten erfahren hat.

Was muss ein überregionales Netzwerk bieten?
einiges ;-) gute Kommunikation untereinander, also dass jeder Jungscharhauptleiter ungefähr weiß was die anderen Jungscharen machen damit sie alle sozusagen zum gleichen Ziel hinarbeiten bzw. dass alle Kinder ein ungefähr gleiches Niveau haben (wenn die Kinder in den verschiedenen Jungscharen geistlich einigermaßen gleich weit sind ist es sicherlich einfacher für die Leiter beim Vorbereiten und beim Ausführen diverser Aktivitäten bei den Leitern)

Was weißt du über Jungschar- und Teeniearbeit in anderen Ländern?
Unterschiede: in manchen Ländern sind die Leiter strenger, es ist nicht so locker wie bei uns (kommt mir so vor) hier ein Beispiel: in einer Jungschargruppe (in Rumänien) haben die Kinder alle Büchernamen der ganzen Bibel auswendig lernen müssen und dann auch wissen müssen, um was es drinnen ungefähr geht - in unserer Jungschar könnte ich mir das nicht vorstellen. Bei anderen ist das Mitnehmen der Bibel Pflicht, bei uns nimmt es nur die Hälfte mit, obwohl es Belohnungen gibt wenn die Kinder sie öfters mitnehmen. Wenn es nicht so streng ist in einer Jungschar fühlen sich die Kinder freier und vielleicht auch wohler, aber ich glaub dass sie schon ein wenig gefordert werden sollen. Wenn es ein bisschen strenger ist nehmen die Kinder (die ihr Leben Jesus übergeben haben) die ganze Sache ernster und leben ihr Glaubensleben disziplinierter hier ein Beispiel: in unserer Jungschar machen die wenigsten Kinder regelmäßige Stille Zeit. Als ich noch so jung war hab ichs auch fast nie gemacht. Aber nach dem ersten Jungscharlager, an dem ich teilgenommen habe hab ich begonnen, sie zu machen, weil die Leiter mit uns in der Früh Stille Zeit machten, und so hab ich verstanden was das für einen Wert hat und es war auch ein gewisser Ansporn da.
Also wenn das Lager sehr locker gewesen wäre und die Stille Zeit nicht gemacht wäre hätte ich wie manche andere nicht angefangen, selber aktiv zu werden.
Das war nur ein Beispiel von vielen anderen. Ich finde es gut und schön, dass bei den ABOEJ niciht so eine Strenge herrscht, aber manchmal könnte sie nicht schaden - das ist nicht im schlechten Sinn gemeint. (Wenn ein Lehrer nicht Streng ist und nicht dauernd prüft lernen die Schüler nichts, d.h. er muss streng sein, das heißt aber nicht dass er die Schüler nicht mag! Er sieht die Früchte, die nur dann kommen, wenn ein gewisses Verfahren angewandt wird, in diesem Fall ist es die ,,Strenge”). — Nur ist es von Fall zu Fall verschieden.
Aber sonst glaub haben wir nicht so große Unterschiede zu den anderen Ländern.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Der ABOEJ ist gut im technischen Bereich (Lageraufbau,…), die positive Stimmung und der gute Umgang der Leiter untereinander hat mir gefallen, die Umsetzung der jeweiligen Themen bei den Lagern in die Wirklichkeit, also heuer z.b. beim Lager ,,Die Reise der Israeliten” beim Thema Jericho haben wir eine Burg aus schachteln gebaut, oder die Stiftshütte mit Altar…

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert oder gefehlt?
Ich persönlich finde dass es, auf Österreichisch ausgedrückt, zach war. Außer den Lagern und den Jahresabschlußveranstaltungen mit den Jungscharen (Regional) vor den Sommer war eigentlich nie etwas los. Es sollte öfters etwas regional oder überregional gemacht werden. Es sollten im Jahr einige Highlights geben, auf die sich die Kinder drauf freuen, z.b überregionales Fußballturnier…(dann gibts jedes Jahr die beste Jungschar Österreichs in Fußball ;-))
Bei sollchen Sachen ist es viel einfacher Freunde einzuladen als in einer ,,unspektakulären Jungscharstunde”.
Mir ist auch aufgefallen dass bei vielen die Motivation fehlt. Einige Kurse sind nicht gemacht worden weil sich keine Leute angemeldet haben, also da muss noch gearbeitet werden.

Verbesserungen am Sommerlager?

Nicht so viele Spiele und Aktivitäten, bei denen so viel Wert auf gute Organisation und sonstigen Äußerlichkeiten gelegt wird, sondern einfach mal mehr Zeit wo die Leiter mit den Kindern einfach irgendwas machen, z.b. einfach spazieren gehen und dabei miteinander über was reden, also dass die Leiter mehr Zeit haben den Kindern sozusagen vertraulicher zu werden und näher zu kommen - was aber nicht heißt dass die Aktivitäten schlecht sind.
Sonst glaub ich sind wir eh bei den besten Lageranbietern ;-)

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Vielleicht in der überregionalen Mitarbeiterversammlung einen Plan entwerfen, um die Kinder langsam zum Glauben zu bringen und durch gemeinsame Unterstützung die Arbeit vorantreiben, z.b. wenn eine Jungschar zu überlastet ist einen unterbelasteten Leiter von einer anderen Jungschar schicken, - wenn das nur in einer Gemeinde wäre.
Wenn es aber in mehreren Gemeinden passiert wären gemeinsame Verantsaltungen vielleicht wirkungsvoll (z.b. evangelistischer Jesushouse in diesem Fall für die älteren)

Hast du eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?
Vereinigung Öserreichischer Jungschar- u. Teeniearbeit: VOEJT

Interview: Tom Happel, Traun

Montag, 17. September 2007, von Weblog Admin


Tom Happel (Gemeindeleiter, VM Traun) mit Michi und Simon Kramer.

Wie geht es der Teenie und Jungschararbeit in Traun?
Wir sind sehr zufrieden. Unser Teenkreis ist inzwischen die Jugend geworden und wir sind dabei bald die Jungschararbeit in Jungschar und Teens zu teilen. Außerdem haben wir noch eine Kinderarbeit unter Ausländerkindern.

Welche Rolle sollen die Gemeinden in der Zukunft spielen?
Zuerst einmal sind wir total dankbar für die Arbeit und Unterstützung des Aböj. Da wir mit dem Aböj in Projekten zusammenarbeiten haben wir als Gemeinde eh eine gute Zusammenarbeit. In der Ausbildungsarbeit sind wir froh unsere jungen Leiter gut ausgebildet zu bekommen. Das sollte auch weiterhin so bleiben.

Was macht uns einzigartig?
Einzigartig ist glaube ich, das Natur pur Lager mit Feldküche und eigener Dusche und Waschanlagen (Plumpsklos gehören der Vergangenheit an, und das ist gut so). Toll ist auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Jungscharen und die Ergänzung der verschiedenen Gaben.
Wir sollten aber noch mehr das gute Material des Aböj nutzen (z.B. Boote am See oder Fluss, Klettern, Spielpakete (Hockey, Diabolo, Jonglieren etc. )) Ein Workshoplager wäre gut möglich, die Idee von Alex gefällt mir gut. (Ich könnte die Kajaks und Kanus übernehmen.)

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Sommerlager sind super. Frühlingsevent wäre wiedermal klass. Wintergames sind eher ungewiss. Die Alterseinteilung sollte bei den Teenielagern wirklich eingehalten werden. Es kommt schlecht, wenn zu junge Kids mitfahren.
Erlebnispädagogik ist super weil grundlegende Wahrheiten ganzheitlich vermittelt werden. Beim Teenielager sollte auch auf praktische Einsätze wertgelegt werden. Wie wäre es mal mit einem Teenielager auf einem Campingplatz und wir gestalten für die Kinder ein Kinderprogramm oder ähnliches.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Professionalität sollte Praxisnähe bedeuten. Effektivität liegt in der Teamarbeit, wo jeder weiß, was er zu tun hat. Ein Kernteam denkt vor und delegiert. Lesbare Erfolge und erreichbare Ziele sind absolut nötig und biblisch, denn Frucht soll man ja erkennen, oder.
Ich finde es gut wenn die Aböj Mitarbeiter die Zeit haben Vordenker und Motivatoren für die Jungscharmitarbeiter sein können. Da würde ich mir noch mehr unterstützung wünschen. Obwohl ich weiß, dass man sich auch selbst darum bemühen muß.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten siehst du für diese Arbeit?
Missionswerke, Unterstützerkreise, mehr Beteiligung der Gemeinden. Vollzeitler auch weiterhin nötig.

Was weißt du über Jungschar- und Teeniearbeit in anderen Ländern?
Größere Bünde und mehr Leiter können größere Events auf die Beine stellen. Aber vor Ort sehen die Jungschararbeiten oft sehr ähnlich aus. Modell jedes Kind hat einen “großen Bruder”, der ihn auch zu Hause besucht und den Kontakt zu den Eltern herstellt, finde ich sehr gut. Mehr Jungschararbeitsmaterial für die Österreichische Situation wäre gut.

Worin liegen für dich die Stärken der bisherigen Arbeit des ABÖJ?
Ausbildung, Lagerarbeit, Events, Vernetzung der Leiter.

Was hat deines Erachtens noch nicht gut funktioniert/gefehlt?
Ein Jungscharmissionsteam wäre super für Kinderevangelisationen.
Ein Team von Vollzeitlern, die Jungscharmusterstunden halten würden und so vielleicht ein ausgearbeitetes Halbjahresprogramm praktisch starten und dann über die ferne betreuen könnten.
Ein Modell einer offenen Jungscharschararbeit in einer Stadt starten und dann auch auf andere Städte übertragen.

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Es müsste ein neues Konzept für eine offene Jungschar erarbeitet werden. Das meiste Material ist für Kids die schon ein Grundwissen haben.

Persönliches Mentoring?
Regionale Mitarbeitertreffen 2x im Jahr wären gut. Wenn es Konflikte innerhalb der Arbeit oder zwischen Jungschar und Gemeindeleitung gäbe, sollte ein ABÖJ Coach zu Verfügung stehen. Das andere sollte vor Ort in der Gemeinde geschehen.

Hast du eine Idee für einen neuen Namen anstatt “ABÖJ”?

  • Evangelikale Jungschararbeit Österreichs (EJÖ)
  • Bibelorientierte Jungschararbeit Österreichs (Bijö)
  • Bibelorientiertes Jungscharteam (Bjutea) :-)
  • JUTA- Jungschar und Teenager Arbeitskreis
  • Jubila - Jungschar , bibelorientierte Leiter Ausbildung
  • Oder Varianten mit einem neutralen Namen:
  • J - Punkt - Arbeitskreis bibelorientierter Jungschar- und Teenagerarbeit in Österreich.
  • Kids´r us
  • Powerkids
  • Younglife
  • Kidspro
  • Pro Kids
  • X-trakinder
  • etc.

Interview: Rainer Gerzabek, Innsbruck

Mittwoch, 12. September 2007, von Weblog Admin

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Wie groß eine Gruppe werden darf/kann/soll, kann ich jetzt schwer beantworten. Es hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. wie setzt sich die Gruppe zusammen/ist sie eher homogen/oder gibts einige Reibereien/oder kennen sich alle Leute/usw.

Ich würde die Jungschar mit 7 Jahren beginnen (sobald die Kids die erste Volksschulklasse abgeschlossen haben) und als Denkansatz wegen des akuten Leitermangels vielerorts wieder - wie früher schon vor zehn fünfzehn Jahren einmal - als eine Gruppe inklusive Teenies führen, die für spezielle Aktivitäten/Gespräche/Andacht als Jungschar und Teenies aufgeteilt werden kann.

Dadurch könnten wir MitarbeiterInnen konzentrierter einsetzen und zugleich den Kindern auch Verantwortung füreinander lernen (z. B. ein älterer Teenie übernimmt eine Art Patenschaft für einen neuen Jungschärler, betet für ihn, hilft ihm in die Gruppe finden usw.)

Jungschar (inkl. Teenies) könnte dann von der zweiten bis zur achten Schulstufe gehen (7 bis 14 Jahre). Hier können über längere Zeit Beziehungen aufgebaut werden, eine Gruppe geformt werden usw. - und mit 15 (oder Oberstufen-Schule, oder ab Polytechnischer Schule und dann Lehre) kämen die Teenies in die Jugend (diese würde ich wiederum mit 20 Jahren nach oben begrenzen, irgendwann ist der Mensch einfach erwachsen und sollte sich ins “normale” Gemeindeleben integrieren können!).

Zudem finde ich es noch wichtig, dass eine JS- oder Teenie-Gruppe direkt von einer Gemeinde geführt wird oder an diese angebunden ist, um eine persönliche Betreuung und Führung zu garantieren. Bei bestimmten Projekten oder Veranstaltungen kann man eine Stadt-Zusammenarbeit anpeilen (z. B. in einer Landeshauptstadt) oder sogar für einen speziellen “Event” einmal eine landesweite Kooperation (z. B. für einen Bundesländer-Tag).

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Ein familiärer Umgang steht einer professionellen Arbeitsweise nicht im Wege. Mir kommt nur vor, dass wir Christen oft lernen müssten, Menschen mit fachlicher Kompetenz in unseren Kreisen bestimmte Dinge auch entscheiden zu lassen und nicht aufgrund von “evangelikalen” eingeteilten Leiterfunktionen vor sich hin zu wurschtln (welch österreichischer Ausdruck!).

Heutzutage sollten wir uns mehr denn je fachlicher und menschlicher Teams bedienen, die bestimmte Projekte übertragen bekommen, diese nach vorne und weiter bringen und immer wieder der Gemeinde einen Zwischenbericht abliefern. Welch Reichtum an Menschen verschiedenster Gaben haben wir doch in unseren Gemeinden, aber nur wenige sind oder werden eingebunden.

Leitermangel und Burnout sind für mich auch deutliche Hinweise auf “christliche Managementfehler” - die immer schneller sich drehende Zeit und Entwicklung der Gesellschaft erfordert oft neue Arbeits- und Denkansätze. Warum immer das JS-Treffen am gleichen Ort zur gleichen Zeit? Warum nie Altersgruppen verändern und neue Strukturen ausprobieren? Darf das nur die “Welt” und wir “Christen” nicht? Hat uns nicht unser Herr zwei Augen, Arme und Beine geschenkt, um daraus was Schlaues zu machen?

Ich habe zu diesen Fragen einen Buchtipp:
Management - Der biblische Weg (von Myron Rush, erschienen im Verlag Schulte + Gerth)

Einleitende Bibelstelle zum Thema 1. Mose 11, 1 - 9:
• Hingabe an ein gemeinsames Ziel (Verse 3+4)
• Einigkeit unter den Beteiligten (Vers 6)
• Ein effektives Kommunikationssystem (Verse 1+6)
• Das Tun von Gottes Willen (die Verse 7-9 zeigen, dass das fehlte)

Was hältst du von einem österreichweiten Visons-/Inspirations-Team?
Wir sollten jetzt alle aktuell unsere Ideen und Visionen in den kreativen Neubeginn des ABÖJ einbringen. Ich halte als ergebnisorientierter Mensch nicht viel von “Nachdenk-Teams” außerhalb aktueller Gestaltungs-Abläufe, die ja schon eingeleitet sind und mit der Startsitzung im steirischen Feldbach eine Grundlage für die Zukunft bilden.

Eine neue Jungschar-Gruppe lebt vom Anpacken und dem Einsatz der LeiterInnen. Eigene “Nachdenkteams” drehen sich dann um sich selbst, kein Kind wird damit für die Sache des Herrn gewonnen - also: Ärmel raufstülpen, konzentriert nachdenken und besprechen und dann unbedingt: Anpacken!
Lasst uns die Liebe nicht nur denken, sondern t u n !!

Ein festes Redaktions-Team für jede Region?
Gerne stehe ich - wie bereits bei der ABÖJ-Sitzung in Feldbach - Interessierten bezüglich Öffentlichkeitsarbeit mit Rat und Tat zur Seite. Bevor wir aber wieder jede Menge “Detailteams” andenken, brauchen wir einmal JungscharleiterInnen, JungscharleiterInnen und nochmals - JungscharleiterInnen! (Nicht nur andenken, anpacken ist jetzt gefragt!)

Es wäre nur allzu österreichisch, ein Nachdenkteam einzurichten, das darüber nachdenkt, was JungscharleiterInnen bei einem Grundkurs über die Zukunft des ABÖJ nachdenken sollten… schluss, aus: ein kleiner Gerzi-Scherz zur Auflockerung der vielen Fragen :-))

Persönliches Mentoring?
Die Seelsorge-Frage beschäftigt mich aus aktuellen Gründen mehr denn je - nicht nur, weil ich seit mehr als einem Jahr in unserer Gemeinde in einem solchen Team mitarbeiten darf, das wir gerade aufbauen. Sondern weil ich seit Jahren erlebe, wie wichtig für viele Menschen Begleitung und Betreuung ist - sei es, weil sie Vergangenes aufarbeiten müssen, das durch aktuelle Lebenssituationen wieder hochkommt oder sei es durch neue Problemstellungen besonders bei jungen Menschen in Schul-Situationen, Ausbildungs-, Job- und Lebensfragen.

Meine Idee dazu: Vielleicht könnte man bei manchen Lagern und Kursen ein, zwei Leute aus unseren Kreisen bewusst “frei spielen”, die einfach nur für Gespräche mit den TeilnehmerInnen zur Verfügung stehen. In einer Zeit wachsenden Leistungsdrucks auf allen Ebenen des Lebens vielleicht eine mögliche Antwort als neue Hilfestellung im Angebot des ABÖJ - soweit auch eine Anmerkung zur richtigen Mischung für den ABÖJ, einerseits ein christlich geführter und doch gemanagter Verein zu sein, aber auch menschliche Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und zu begleiten.

Wir hatten vor ca 15 Jahren bei manchem ABÖJ-Kurs oder -Treffen ein “Wiener Kaffeehaus-Eck”, das ich mit Hanns Mühl und Martin Schober - anfangs zu manch Verwunderung der Schweizer Leiter - eingerichtet habe… hier haben sich aber die Menschen zusammengefunden, ausgetauscht und so manches persönliche Gespräch bis tief in die Nacht geführt.

Wir brauchen nicht nur gute Seilbrücken, sondern vielmehr neue Brücken zu den Herzen der Menschen und im Miteinander!

Kontakt zwischen den Gruppen?
Die meiner Meinung nach beste Internet-Arbeit und Gruppen-Kommunikation unter Christen in Österreich ist die Homepage der Aichfeld-Jugend in der Steiermark - www.aichfeldjugend.at.tt , eine “gelebte” Community, Gratulation an diese Steirer-Boys und -Girls…

Nicht ABÖJ Neu!, sondern vorerst: Vorstand Neu?
Ich denke, dass mit einem “Vorstand neu” auch ein “ABÖJ Neu” verbunden ist, ja eigentlich unbedingt sein muss: Wir müssen die Zeichen der Zeit erkennen und einen neuen Weg mit flexiblen Angeboten ausprobieren, ohne dabei das “Unvergängliche und Bodenständig Gute” (sprich d a s Evangelium und erfolgreiche JS-Gruppen und Strukturen sowie Projekte) zu verändern.

Es gilt, wie auch anderswo im Leben: Bewahre das Gute und erkenne, was Du neu machen kannst/sollst/musst. Gehts uns im eigenen Glaubensleben nicht auch manchmal so, dass wir einiges verändern müssen, was uns weh tut, um wieder neu und näher am Herrn sein zu können? Ist vielleicht ein schwieriges Bild, aber wert, darüber nachzudenken…

Zum Schluss noch ein Bibelwort aus dem christlichen Management-Buch, das ich habe:
“Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird veröden, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen.” (Matthäus 12,25)

Interview: Bianca Leeb

Sonntag, 09. September 2007, von Weblog Admin

Was macht uns einzigartig?
Der ABÖJ und dessen Mitarbeiter sind darum bemüht jedes Kind als ein von Gott geliebtes Individuum zu sehen und es als dieses auch anzunehmen und zu behandeln. Die Mitarbeiter auf ABÖJ- Lagern sind alle überzeugte und wiedergeborene Christen, welche in Schulungen gelernt haben, wie man Kindern den Glauben und die Liebe Gottes näher bringen kann. Durch diese Liebe, die wir selbst von Gott bekommen, begegnen auch wir den Kindern mit Liebe und Unvoreingenommenheit. So erfahren die Kinder angenommen und von Gott geliebt zu sein.
Die Kinder lernen Gott und die Bibel nicht nur durch tägliche Andachten kennen, sondern lernen spielerisch in einem voll durchgeplanten, gut überlegten und strukturierten Spiele- und Workshopprogramm, viel über Jesus und die Bibel.

Mitarbeitertreffen?
Ich persönlich sehe eine große Notwendigkeit in regelmäßigen Mitarbeitertreffen. Diese sollen zur Ermutigung dienen, aber auch dazu, um sich auszutauschen, weiterzubilden, gemeinsam zu beten,…..
Regional sollen solche Treffen mind. 1-mal im Quartal stattfinden. National mind. 1-Mal im halben Jahr. Je mehr Treffen umso besser!
Ich denke dass auch bei Entscheidungen die einzelnen Gemeinden /Mitarbeiter miteinbezogen werden sollen. Denn diese betrifft es ja dann schließlich auch. Um das zu ermöglichen wird die Notwendigkeit regelmäßiger Mitarbeitertreffen wieder transparent!!!
Ich denke auch, dass Kontakt zwischen Gemeindeleitern/ Ältesten und dem ABÖJ aufgebaut werden soll. Somit soll eine Österreichweite Struktur in die JS und Teeniearbeit kommen, und es kann auch den einzelnen Gemeinden geholfen werden eine JS-Gruppe/ Teeniegruppe zu gründen.

Was muss ein überregionales Netzwerk bieten?
Möglichkeit andere LeiterInnen, Arbeitsweise, Ideen,… kennen zu lernen. (denn ich habe bis dato keine Ahnung wie JS- Arbeit in Vorarlberg, Kärnten,… aussieht, bzw. wer sie dort macht, und ich würde gerne andere JS/Teenie- Leiter kennen lernen).

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Die Größe einer JS-Gruppe soll keine Grenze nach oben haben. Unser Ziel ist ja möglichst viele Kinder zu erreichen, jedoch ist es notwendig potenzielle zukünftige Mitarbeiter auszubilden, bzw. Leute für die JS/Teeniearbeit zu gewinnen (bei uns in der Gemeinde ist in beiden Bereichen ein großer Mangel an Mitarbeitern. Wir haben sehr viele Jungscharkinder, aber leider zu wenig Mitarbeiter, um auch größere, interessante Projekte in Angriff zu nehmen. Auch in der Teeniearbeit mangelt es bei uns an Mitarbeitern.) Die Teens brauchen altersgemäße Vorbilder, an denen sie sich orientieren können, und mit denen sie sich auch identifizieren können, denn solche Menschen sind für viele Teens der Wegweiser zu Gott (ich spreche aus eigener Erfahrung).
Die Altersbeschränkung soll klar festgelegt sein. JS 3. Klasse VS bis 13 Jahre. Teenie ab der 4. Klasse AHS (ich denke es macht Sinn, wenn nicht während dem Jahr immer wieder Kinder von der JS zu den Teens wechseln, sondern der Wechsel einmal im Jahr zu Schulbeginn stattfinden).
Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen soll in der jeweiligen Gemeinde klar sein. Vor allem die Teens legen viel Wert darauf als „die großen dazustehen“. Mit ihnen sollen auch regelmäßig andersartige Aktivitäten gemacht werden (z.B.: Kino, DVD- Abend, Spieleabend,…….). Ich persönlich bin der Meinung, dass sich Teeniegruppen nicht nur 14-tägig, sondern wöchentlich treffen sollen. Teens brauchen diese Regelmäßigkeit und diese Quantität.

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Professionalität in christlichen Organisationen bedeutet primär, dass man auf den ersten Blick erkenne kann, dass GOTT hier die erste Priorität besitzt. Weiters gehört für mich dazu, dass die gesamte Arbeit auf den beiden Füßen Gebet und Gottes Wort steht.
Erst dann kommt alles andere. Das bedeutet aber nicht, dass ich Fachkompetenz der Mitarbeiter, oder andere Kompetenzen als unwichtig sehe. Professionalität zeichnet sich durch kompetente Mitarbeiter aus. Diese sollen gute Glaubensvorbilder für die Kinder sein, ihnen mit Liebe begegnen und ihnen die Wichtigkeit einer Beziehung zu Gott vermitteln.
Ich denke auch dass Öffentlichkeitsarbeit ein großes Potential für Evangelisation darstellt und daran gearbeitet gehört.
Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört meiner Meinung nach die Aufgabe, eine klare Struktur und einheitliches Design für ganz Österreich oder eine Region zu schaffen. Weiters soll Jungschar und Teeniearbeit sowohl für die Gemeinden, als auch für die Öffentlichkeit transparent gemacht werden (Flyer, ansprechende Homepages,…).
Auch sollen verschiedene Möglichkeiten zur nationalen und regionalen Kommunikation geschaffen werden. (Ich weiß dass diesbezüglich schon viel gemacht wurde… Blogs,….).
Wie gehen wir mit diesem Anspruch um? Gibt es diesen Anspruch? Steht ein familiärer Umgang einer professionellen Arbeitsweise im Weg? Was sagt Gottes Wort dazu? …
Nein, professionelle Arbeit und familiärer, liebvoller Umgang sind kein Widerspruch sondern das eine setzt das andere voraus. Unser Gott ist ein Gott der Ordnung und Klarheit. Ich denke kaum, dass Gott will, dass die Arbeit irgendwie geschieht. Er will aber auch nicht, dass wir uns durch unzählige Aus und Weiterbildungen als „bessere Leiter“ hinstellen.
Gott kann auch „unausgebildete“ gebrauchen. ER unterscheidet nicht, dass dürfen wir nicht vergessen.

Ein festes Redaktions-Team für jede Region?
Öffentlichkeitsarbeit, Beiträge für Website und Magazin; Was hältst du davon? …
Sehr gute Idee!!! Soll wenn möglich ein Team sein, welches aus Mitarbeitern mehrerer Jungscharen/ Teeniegruppen besteht.

Wenn es so sein sollte, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Kinder aus nicht christlichem Elternhaus zur Jungschar und zum Teeniekreis kommen, wie könnte dann damit umgegangen werden?
Die Kinder mit spannenden Spielen, Aktivitäten, und Geschichten fesseln. Kinder, vor allem solche aus nichtchristlichen Familien, sind oft mit „supercoolen“ Medieninhalten vollgetankt. Da müssen wir dann in der JS/ im Teeniekreis fit sein und was bieten können um mithalten zu können.
Also wir brauchen Spaß, Spannung und (nein nicht Schokolade, sondern)

Persönliches Mentoring?
Gutes Buch: Dein Leben ist einmalig- vergeude es nicht, John Piper
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Wie siehst du den Zusammenhang zwischen Mission und nationaler Jungschar- und Teeniearbeit in Europa?
Hmm… gute Frage. Also ich denke, dass das eine gute Idee wäre, aber zuvor andere und vor allem wichtigere/ dringlichere Dinge an der Reihe sind.
Wobei ich auch denke, dass internationale JS- Arbeit ein wenig zu übertrieben ist. Das ist denk ich praktisch eher mit Teens durchführbar.