“Beitragsgottesdienst” steht im Gemeindeblatt und ich denke mir, welchen Beitrag könnte ich für das Reich Gottes bringen, der dann wieder für andere Menschen etwas bringt und zu Gottes Ehre ist. Spontan biete ich an, an diesem Sonntag für die ganze Gemeinde zu kochen. Schnell gesagt, aber nicht so leicht getan. Ich schätze mal, dass 100 Personen zum Essen bleiben werden. Was kann man für so einen Anlass bereits vorkochen? Mein Standardrezept muss herhalten: Putengeschnetzeltes mit Reis bzw. Nudeln und grünem Salat. Die Frauen von der Gemeinde bringen Kuchen mit und für Kaffee wird auch gesorgt. Einen Sonntag vorher kündige ich es an und gleich melden sich 4 Freiwillige, die mir gerne dabei helfen. Wenn ich dachte, dass ich mit diesem Einsatz mein ganzes schönes, schwer verdientes Erholungswochenende vergessen könnte, dann habe ich mich getäuscht. Meine Helfer waren flink und tüchtig. 2 Stunden am Samstag und alles war erledigt; ebenso am Sonntag. € 110 habe ich für die 10kg Putenfleisch, 10kg Gemüse und 10kg Nudeln und Reis, sowie Salat ausgegeben und € 280 sind als Spenden für diese Menüs reingekommen. € 20 habe ich dem Kaffeedienst zukommen lassen für ihre Mühe und der Rest € 150 konnte ich dem ABÖJ für die neuen Mitarbeitergehälter überweisen. Ich weiß, dies ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber wenn 10 Gemeinden so einen Mittagstisch für den ABÖJ organisieren würden, dann wären ganz schnell € 1.500 im Topf und aus einem Tropfen könnte eine Lacke entstehen.
Das war zwar ein Beitrag, der nicht mit Worten geschah, aber mit Herz und Hand. Danke allen, die dazu beigetragen haben! Brigitte Ruppitsch

