ABÖJ Weblog

Mit ‘Struktur’ getaggte Artikel

Hirnloser Octopus

Freitag, 05. Oktober 2007, von Weblog Admin

Es ist zwar durchaus richtig, dass der ABÖJ zur Zeit vielleicht ein bisschen so ist wie ein Octopus dem man das Hirn weggeschossen hat. Aber nur weil man als Octopus kein Hirn mehr hat, muss man ja nicht gleich ein anderes Tier werden. Es wäre zwar ungesund hirnlos dahinzuleben, aber man kann sich ja ein neues Hirn besorgen und weiterhin ein glücklicher Octopus sein. (Und zu gegebener Zeit darüber nachdenken wie denn das Hirn verloren gegangen ist)

Und ich finde es gibt etliche Grüne weiterhin ein Octopus zu bleiben:
Einfach deshalb, weil der ABÖJ ein sehr feiner Verein ist. Das ist eine Feststellung und Feststellungen hab ich noch nie begründet.

Der ABÖJ hat den Vorteil, dass Kinder denen die Jungscharzeit gefallen hat, gleich nachdem sie zu alt sind um als Teilnehmer (Jungschar und Lager) mitzumachen mit 14 zum Erlebniskurs fahren können und danach als “Minileiter” selber dabeisein können.
Dadurch haben Jugendliche die Möglichkeit ohne zeitliche Lücke von Teilnehmern zu Mitarbeitern in der Gemeinde zu werden. Und ich bin ziemlich sicher, das genau dass der Grund ist, warum der ABÖJ so viele Mitarbeiter hat. Zumindest bei uns in der Ost-Region ist auf den Lagern wirklich kein Mitarbeitermangel zu bemerken. (Man kommt eher auf ein Lager, kennt die Hälfte der Mitarbeiter nicht und denkt sich: “jössas, dabei bin ich doch so schlecht mit Namen”)

Und das ist auch eine Sache die den ABÖJ zum Beispiel von KEB unterscheidet und die den ABÖJ so furchtbar toll macht. Nämlich dass die lückenlose Mitarbeiterförderung und -bindung einen ähnlich großen Stellenwert hat wie die Arbeit mit den Kindern. (Zumindest hat sie das bei uns in der JS und für mich; ich kann mich sehr gut an eine ehemalige Hauptleiterin erinnern die uns ständig auf alle verfügbaren ABÖJ-Kurse geschickt hat)
Ich hab als Jugendlicher nur mäßige Begeisterung für Dinge aufbringen können, zu denen ich einfach hingehen hab “müssen”, und Leute erklären mir dann diverse Weisheiten. Ich finde den Ansatz angeleitet etwas zu tun und dabei über Umwege zwangsweise auch über Dinge (die möglicherweise auch nur entfernt etwas mit Jungschar zu tun haben) nachdenken zu müssen, sehr viel interessanter und bereichernder. Angewandte Erlebnispädagogik für Leiter.

Die nächste Sache die ich gar nicht ändern würde ist der Name (deswegen habe ich mich auch bemüht in den vorangehenden Absätzen den Namen ABÖJ so oft wie möglich zu verwenden).

Weil, wenn man über eine Namensänderung nachdenkt, muss man auch darüber nachdenken was damit ausgedrückt wird bzw. was man damit ausdrücken möchte, weil für mich hat eine Umbenennung immer den Beigeschmack einer Distanzierung. Und was ist unsere Motivation uns von etwas Gutem zu distanzieren? Es wurde über viele Jahre daran garbeitet den ABÖJ aufzubauen, die Arbeit und die Qualität sind bekannt, alle lieben den ABÖJ und jetzt soll man dem ganzen einen neuen Namen geben? (Und denkt nur an all die T-shirts die man dann nicht mehr so wirklich verwenden könnte)

Es ist zwar richtig beobachtet, dass ABÖJ eine Abkürzung ist und diese haben von Natur aus die Neigeung erklärt werden zu müssen. Aber das ist mit jeder anderen Abkürzung genausso (wer zum Beispiel kann sich unter UNFPA und UNHCR etwas vorstellen?). Und genauso würde es uns gehen wenn wir auf einem neuen Namen bestehen. Kein Mensch kann sich was darunter vorstellen und man muss wieder 100 Briefe an noch viel mehr Leute schreiben und nur um letztendlich wieder dort zu sein wo man jetzt schon ist (nämlich der Held der Österreichischen Jungscharbeit). Und wie schon die Vorposterin bemerkt hat, kommen die relevanten wörter vor. Jungschar, Bibelorientiert und Österreich. Sehr viel besser und treffender kann man es auch nach 20 Jahren nicht ausdrücken.

Für mich geht es jetzt eher darum all diese Dinge zu bewahren, als irgendetwas neues zu machen.

Notwendige Veränderungen auf vielen Ebenen

Donnerstag, 13. September 2007, von Weblog Admin

Ich staune nicht schlecht über die rege Beteiligung auf diesem Weblog. Ich habe das RSS-feed abonniert und lese täglich mit großem Interesse. Euer Feuer ermutigt mich sehr.
Hier ein paar persönliche Gedanken und Erfahrungen: Was war gut – wie könnte es weitergehen. Es ist ein weites und vielschichtiges Thema, das sich in verschiedenen Ebenen darstellt.

1) Vereinsebene

Der ABÖJ-Verein liegt nicht in Scherben. Der aktuelle Vorstand hat gerade was den Verein betrifft einiges geleistet: Die Gehälter werden pünktlich bezahlt, Steuern ordentlich abgeführt, die unterschiedlichen Materialverwaltungen der Regionen zusammengeführt, es wird über Anforderungsprofile und zukunftstaugliche Strukturmodelle nachgedacht. Durch Wachstum und regional widersprüchliche Entwicklungen war hier wirklich Handlungsbedarf. Hier hat der Vorstand sichtbare Verbesserungen herbeigeführt.

2) Die Zeit bleibt nicht stehen – wir auch nicht

Der ABÖJ war nie an dem Punkt zu sagen: Jetzt passt unser Angebot, so ist es perfekt. Im Gegenteil: Immer waren Dinge in Bewegung, Veränderungen und Anpassungen waren selbstverständlich und notwendig. Wichtige Lektion: Dabei nicht das große Ziel aus den Augen verlieren und der Illusion verfallen, dass wir es irgendwie alleine schaffen könnten, wenn wir uns nur entsprechend professionell anstellen!

Wir sind konfrontiert mit Realitäten, die für uns gelten, ob es uns gefällt oder nicht:

  • Ein Generationswechsel war unbedingt nötig, neue Generationen brauchen neue MitarbeiterInnen, die sie verstehen und ihre Sprache sprechen.

  • Wir haben ein qualitativ hochwertiges Aus- und Fortbildungssystem, aber kaum Leute die es nützen

  • Die neue Generation hat keinen oder anderen Bezug zum Verein. Vereine und christliche Organisationen im engeren Sinne verlieren weltweit an Beachtung. Organisierte Religion wird abgelehnt, Spiritualität hingegen gesucht. Mehr zu dieser Entwicklung in dem hervorragenden Buch Emerging Church von Dan Kimbal.

  • Gemeinden sehen uns größtenteils als Gratis-Dienstleister. Sie delegieren Mitarbeiter und Kinder und kommen nicht für die echten Kosten auf. Ebenso halten es die Gemeindebünde. Hier scheint das Hemd näher als der Rock: Schöne Worte und kein Budget.

Ganz abgesehen wer leitet, kommt, geht – und ob neue Besen tatsächlich besser kehren – sind das Fragen, denen wir uns stellen müssen. Das hängt nicht mit Vorstand, Sekretären oder sonst jemandem zusammen.

Entwicklung von ABÖJ & Co

Organisationen verändern sich fortlaufend. Nach einer euphorischen Pionierphase geprägt von Wachstum, Begeisterung und Chaos folgt eine direktive Phase des Ordnens und Strukturierens. Wenn Personalmanagement hier versagt und Dinge übers Knie brechen will, gehen hier die kreativen und vertrauten Mitarbeiter weg, die in einer – wenigstens aus ihrer Sicht – machtbetonenden (Wir sind jetzt die Chefs und du machst was wir wollen) und bürokratischen (für alles das richtige Formular) Umgebung nicht das richtige Umfeld finden. (Detailliert ausgearbeitet in „Authentische Führung“ von Paul Donders)
Wenn eine Bewegung wie der ABÖJ weiter wachsen möchte, braucht es eine delegative Phase, in der Verantwortungen an neue Teilarbeiten abgegeben werden, die dort wieder kleine Pionierphasen erleben etc. Die Rolle der Leitung verändert sich entscheidend in Richtung Begleitung, Coaching. Hier können nur Menschen erfolgreich führen, die ein großes Herz, moralische Integrität und gewissermaßen „väterliche Freundschaft“ besitzen und anbieten können. Hier braucht es Herz-Menschen, die integrative Arbeit leisten können.

Menschliche Ebene

Zwischen Sekretären und Leitung liefen die Dinge hier nicht glücklich. Trotz vermutlich guter Absichten, konnte wenig Energie in inhaltliche Diskussion gesteckt werden. Vielmehr ging es vornehmlich um Machtkämpfe und letztendlich um die Frage aller Fragen: „Sag, wer ist der Größte im Reich der Himmel“.
(Mehr über die Machtkämpfe zwischen altem und neuem Führungsstil in dem tollen Buch „Die geheimen Spielregeln der Macht“ - man meint die Autorin hätte uns zugehört!)

Dafür sollten wir uns schämen. Wir Sekretäre haben gemeinsam vor Gott die Entscheidung getroffen, dass es für das Werk und die Arbeit in Österreich das beste ist, dieser mühseligen Diskussion durch Rückzug den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das ist schmerzhaft, weil Jungschar unser Leben und unsere Leidenschaft ist, aber es öffnet den Weg für einen Neuanfang. Und das ist, worauf es letztlich ankommt: Weder die alten Pioniere (Sekretäre) noch die neuen Verantwortlichen (H. Gangl, B. Piekharz) könnten eine Jungschararbeit in Österreich und darüber hinaus in Bewegung bringen. Wenn nicht die nächste Leitergeneration den Ball aufnimmt und Nägel mit Köpfen macht, bleibt von allen tollen Konzepten nur der Heizwert.

Berufen – Befähigt – Bewährt - das sind Leute, die Gott einsetzen kann und will

Berufen
Er ruft uns, sein Joch ist sanft und die Last leicht, denn sie passt genau, hat unsere Kragenweite.
Begabt/Befähigt
Er begabt MitarbeiterInnen auf besondere Art und Weise und befähigt sie zu der Aufgabe, zu der er sie berufen hat.
Bewährt
Wir haben keinen Mangel an Schaumschlägern und Glaubenstheoretikern. Ein Blick auf das transparente Leben eines Leiters macht seine eigentliche Qualität sichtbar.

Solche Menschen sollen den ABÖJ in die nächste Phase führen. Lässt du dich herausfordern? Willst du so jemand sein? Mir schlottern die Knie, aber lass es uns versuchen!

Martin Schober,

hat auf den Fotos festgestellt, dass er ganz schön viele Falten bekommen hat
über die Jahre in der Jungschar. Es müssen wohl Lachfalten sein!


Lachfalter: Rückblick über 20 Jahre Jungschararbeit


Interview: Rainer Gerzabek, Innsbruck

Mittwoch, 12. September 2007, von Weblog Admin

Wie bleibt unsere Arbeit zeitgemäß?
Wie groß eine Gruppe werden darf/kann/soll, kann ich jetzt schwer beantworten. Es hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. wie setzt sich die Gruppe zusammen/ist sie eher homogen/oder gibts einige Reibereien/oder kennen sich alle Leute/usw.

Ich würde die Jungschar mit 7 Jahren beginnen (sobald die Kids die erste Volksschulklasse abgeschlossen haben) und als Denkansatz wegen des akuten Leitermangels vielerorts wieder - wie früher schon vor zehn fünfzehn Jahren einmal - als eine Gruppe inklusive Teenies führen, die für spezielle Aktivitäten/Gespräche/Andacht als Jungschar und Teenies aufgeteilt werden kann.

Dadurch könnten wir MitarbeiterInnen konzentrierter einsetzen und zugleich den Kindern auch Verantwortung füreinander lernen (z. B. ein älterer Teenie übernimmt eine Art Patenschaft für einen neuen Jungschärler, betet für ihn, hilft ihm in die Gruppe finden usw.)

Jungschar (inkl. Teenies) könnte dann von der zweiten bis zur achten Schulstufe gehen (7 bis 14 Jahre). Hier können über längere Zeit Beziehungen aufgebaut werden, eine Gruppe geformt werden usw. - und mit 15 (oder Oberstufen-Schule, oder ab Polytechnischer Schule und dann Lehre) kämen die Teenies in die Jugend (diese würde ich wiederum mit 20 Jahren nach oben begrenzen, irgendwann ist der Mensch einfach erwachsen und sollte sich ins “normale” Gemeindeleben integrieren können!).

Zudem finde ich es noch wichtig, dass eine JS- oder Teenie-Gruppe direkt von einer Gemeinde geführt wird oder an diese angebunden ist, um eine persönliche Betreuung und Führung zu garantieren. Bei bestimmten Projekten oder Veranstaltungen kann man eine Stadt-Zusammenarbeit anpeilen (z. B. in einer Landeshauptstadt) oder sogar für einen speziellen “Event” einmal eine landesweite Kooperation (z. B. für einen Bundesländer-Tag).

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Ein familiärer Umgang steht einer professionellen Arbeitsweise nicht im Wege. Mir kommt nur vor, dass wir Christen oft lernen müssten, Menschen mit fachlicher Kompetenz in unseren Kreisen bestimmte Dinge auch entscheiden zu lassen und nicht aufgrund von “evangelikalen” eingeteilten Leiterfunktionen vor sich hin zu wurschtln (welch österreichischer Ausdruck!).

Heutzutage sollten wir uns mehr denn je fachlicher und menschlicher Teams bedienen, die bestimmte Projekte übertragen bekommen, diese nach vorne und weiter bringen und immer wieder der Gemeinde einen Zwischenbericht abliefern. Welch Reichtum an Menschen verschiedenster Gaben haben wir doch in unseren Gemeinden, aber nur wenige sind oder werden eingebunden.

Leitermangel und Burnout sind für mich auch deutliche Hinweise auf “christliche Managementfehler” - die immer schneller sich drehende Zeit und Entwicklung der Gesellschaft erfordert oft neue Arbeits- und Denkansätze. Warum immer das JS-Treffen am gleichen Ort zur gleichen Zeit? Warum nie Altersgruppen verändern und neue Strukturen ausprobieren? Darf das nur die “Welt” und wir “Christen” nicht? Hat uns nicht unser Herr zwei Augen, Arme und Beine geschenkt, um daraus was Schlaues zu machen?

Ich habe zu diesen Fragen einen Buchtipp:
Management - Der biblische Weg (von Myron Rush, erschienen im Verlag Schulte + Gerth)

Einleitende Bibelstelle zum Thema 1. Mose 11, 1 - 9:
• Hingabe an ein gemeinsames Ziel (Verse 3+4)
• Einigkeit unter den Beteiligten (Vers 6)
• Ein effektives Kommunikationssystem (Verse 1+6)
• Das Tun von Gottes Willen (die Verse 7-9 zeigen, dass das fehlte)

Was hältst du von einem österreichweiten Visons-/Inspirations-Team?
Wir sollten jetzt alle aktuell unsere Ideen und Visionen in den kreativen Neubeginn des ABÖJ einbringen. Ich halte als ergebnisorientierter Mensch nicht viel von “Nachdenk-Teams” außerhalb aktueller Gestaltungs-Abläufe, die ja schon eingeleitet sind und mit der Startsitzung im steirischen Feldbach eine Grundlage für die Zukunft bilden.

Eine neue Jungschar-Gruppe lebt vom Anpacken und dem Einsatz der LeiterInnen. Eigene “Nachdenkteams” drehen sich dann um sich selbst, kein Kind wird damit für die Sache des Herrn gewonnen - also: Ärmel raufstülpen, konzentriert nachdenken und besprechen und dann unbedingt: Anpacken!
Lasst uns die Liebe nicht nur denken, sondern t u n !!

Ein festes Redaktions-Team für jede Region?
Gerne stehe ich - wie bereits bei der ABÖJ-Sitzung in Feldbach - Interessierten bezüglich Öffentlichkeitsarbeit mit Rat und Tat zur Seite. Bevor wir aber wieder jede Menge “Detailteams” andenken, brauchen wir einmal JungscharleiterInnen, JungscharleiterInnen und nochmals - JungscharleiterInnen! (Nicht nur andenken, anpacken ist jetzt gefragt!)

Es wäre nur allzu österreichisch, ein Nachdenkteam einzurichten, das darüber nachdenkt, was JungscharleiterInnen bei einem Grundkurs über die Zukunft des ABÖJ nachdenken sollten… schluss, aus: ein kleiner Gerzi-Scherz zur Auflockerung der vielen Fragen :-))

Persönliches Mentoring?
Die Seelsorge-Frage beschäftigt mich aus aktuellen Gründen mehr denn je - nicht nur, weil ich seit mehr als einem Jahr in unserer Gemeinde in einem solchen Team mitarbeiten darf, das wir gerade aufbauen. Sondern weil ich seit Jahren erlebe, wie wichtig für viele Menschen Begleitung und Betreuung ist - sei es, weil sie Vergangenes aufarbeiten müssen, das durch aktuelle Lebenssituationen wieder hochkommt oder sei es durch neue Problemstellungen besonders bei jungen Menschen in Schul-Situationen, Ausbildungs-, Job- und Lebensfragen.

Meine Idee dazu: Vielleicht könnte man bei manchen Lagern und Kursen ein, zwei Leute aus unseren Kreisen bewusst “frei spielen”, die einfach nur für Gespräche mit den TeilnehmerInnen zur Verfügung stehen. In einer Zeit wachsenden Leistungsdrucks auf allen Ebenen des Lebens vielleicht eine mögliche Antwort als neue Hilfestellung im Angebot des ABÖJ - soweit auch eine Anmerkung zur richtigen Mischung für den ABÖJ, einerseits ein christlich geführter und doch gemanagter Verein zu sein, aber auch menschliche Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und zu begleiten.

Wir hatten vor ca 15 Jahren bei manchem ABÖJ-Kurs oder -Treffen ein “Wiener Kaffeehaus-Eck”, das ich mit Hanns Mühl und Martin Schober - anfangs zu manch Verwunderung der Schweizer Leiter - eingerichtet habe… hier haben sich aber die Menschen zusammengefunden, ausgetauscht und so manches persönliche Gespräch bis tief in die Nacht geführt.

Wir brauchen nicht nur gute Seilbrücken, sondern vielmehr neue Brücken zu den Herzen der Menschen und im Miteinander!

Kontakt zwischen den Gruppen?
Die meiner Meinung nach beste Internet-Arbeit und Gruppen-Kommunikation unter Christen in Österreich ist die Homepage der Aichfeld-Jugend in der Steiermark - www.aichfeldjugend.at.tt , eine “gelebte” Community, Gratulation an diese Steirer-Boys und -Girls…

Nicht ABÖJ Neu!, sondern vorerst: Vorstand Neu?
Ich denke, dass mit einem “Vorstand neu” auch ein “ABÖJ Neu” verbunden ist, ja eigentlich unbedingt sein muss: Wir müssen die Zeichen der Zeit erkennen und einen neuen Weg mit flexiblen Angeboten ausprobieren, ohne dabei das “Unvergängliche und Bodenständig Gute” (sprich d a s Evangelium und erfolgreiche JS-Gruppen und Strukturen sowie Projekte) zu verändern.

Es gilt, wie auch anderswo im Leben: Bewahre das Gute und erkenne, was Du neu machen kannst/sollst/musst. Gehts uns im eigenen Glaubensleben nicht auch manchmal so, dass wir einiges verändern müssen, was uns weh tut, um wieder neu und näher am Herrn sein zu können? Ist vielleicht ein schwieriges Bild, aber wert, darüber nachzudenken…

Zum Schluss noch ein Bibelwort aus dem christlichen Management-Buch, das ich habe:
“Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird veröden, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen.” (Matthäus 12,25)

ein paar lose Gedanken

Dienstag, 11. September 2007, von Weblog Admin

Zuerst einmal ein ganz dickes Lob an Alex und Peter, welche sich neben all der Arbeit im Studium und ihrer lokalen Arbeit die zeit nehmen um sich für das Anliegen der Jungschararbeit einzusetzen. GROSSEN Respekt!!

Auch wenn in einigen Posts von Scherbenhaufen und Konflikten die Rede ist und das nicht ganz zu Unrecht, so stelle ich doch fest, dass die Idee der ganzheitlichen Kinderarbeit, welche wir als Jungschar bezeichnen nach wie vor lebt.

In den vergangenen Jahren habe mehrere hundert Männer und Frauen sich für den Aufbau von lokalen Jungschargruppen engagiert. Unzählige haben bei Kursen und Seminaren gelernt wie sie ihre Gemeindekinder und auch solche von Außerhalb mit dem Evangelium erreichen könne und sie zu Jesus zu führen und sie auf dem Weg der Jüngerschaft zu begleiten.

Wenn ich mir die Situation so ansschaue, dann sehe ich verschiedene Ebenen.

Auf der Ebene der Kinder ist alles so wie bisher. Sie erleben tolle Jungscharnachmittage, es gab wie bisher viele tolle und große Lager im ganzen Land.

Auf Ebene der Gruppen läuft es derzeit vergleichbar rund oder eckig wie vor einem Jahr. Die Fragen der Teams nach motivierten Mitarbeiter, zündenden Ideen und wie die Kinder mit dem Evangelium erreicht werden können sind unverändert. Vielleicht schleicht sich da und dort die Sorge ein, wie der Mitarbeiternachwuchs in den nächsten Jahren geschult werden kann und wie die Beziehungen ohne professionelle Netzwerker (Sekretäre) aufrechterhalten werden sollen.

Auf Ebene der Schulungskurse sieht es hingegen düster aus. Fehlen doch mit dem Ausscheiden von mindestens drei, evt. bis zu fünf Kursleiter die Masterminds der Ausbildung.

Frage ist das eine Katastrophe oder eine Chance?

Ich denke, dass dies eine enorme Chance für die Gemeinde in Österreich ist.

Die Idee der Jungschararbeit wurde gesät und hat Früchte, viele gute Früchte gezeigt.

Nun liegt der Ball bei den Gemeinden, was sie damit machen. Lassen sie den erhaltenen Samen und dessen Früchte liegen und warten bis wieder ein Missionar kommt und mit Geld aus dem Ausland etwas auf die Füße stellt?

Vielleicht ist die jetzige Situation, wo die ehemaligen Masterminds (Vorstand u. Sekretäre) aus dem Spiel sind die Chance, dass die wirklichen Spieler den Ball übernehmen. Der ABÖJ wie wir ihn bisher kannten wurde von oben nach unten gebaut. Vielleicht ist es an der Zeit von unten nach oben zu bauen.

Über das ganze Land verteilt gibt es derzeit vielleicht 20, 30, ja vielleicht sogar 40 aktive Jungscharen. Jede von ihnen mit ihren individuellen Stärken und Schwächen. Wenn sich diese zusammentun um sich gegenseitig zu unterstützen und fördern, so finden sie Mittel und Wege dies zu tun.

In diesem Sinn wünsche ich allen Jungscharleitern und -leiterinnen viel Mut für die Zukunft.

Ruedi

Donnerstag, 06. September 2007, von Weblog Admin

Super Idee, das mit dem Bloggen. Danke fürs Einrichten!
Was den ABÖJ betrifft hab ich folgende Gedanken:
Mir kommt vor, es ist ein riesiger Scherbenhaufen auf dem man jetzt versucht, weiterzumachen, als wäre nichts gewesen. Ich weiß nicht, was da gelaufen ist zwischen den Sekretären und Vorstand, so genau will ich es auch nicht erfahren. Fest steht, es IST etwas passiert, das nicht in Ordnung ist. Ich glaube, es kann erst dann wieder fruchtbar weitergehen, wenn da reiner Wein eingeschenkt wird, wenn die Beziehungen geklärt sind, wenn das Vertrauen wieder hergestellt ist. Ich muss gestehen, mein Vertrauen in den Vorstand ist geschwunden (Ausnahme: Brigitte, sie hat das Gespräch mit mir gesucht und ich bin ihr sehr dankbar dafür!) und ich hätte das Bedürfnis, über Vorstand NEU zu reden bevor man über ABÖJ NEU diskutiert. Geht das nur mir so?

Ein paar Ideen

Sonntag, 02. September 2007, von Weblog Admin

Organisierte Gebetsteams in jeder Region: Wachstum durch die Gnade des Herrn und nicht durch Leistung! Gesammelte persönliche, regionale und überregionale Gebetsanliegen und Visionen für Österreich; für die Gemeinden; Wir haben den Auftrag auch für Juropa im Gebet einzustehen!

Persönliches Mentoring: “Jeder Leiter einen Mentor.” (Bill Hybels)
Lasst uns füreinander Verantwortung übernehmen, einander fördern!

Visons-Team: Ein paar kreative junge und alte Leute, die sich zwei mal im Jahr treffen; Ein zentraler Ideen-Pool für alle;

Redaktions-Teams: für jede Region! Artikel, Berichte, Fotos, Videos > auf die Website; in die Gemeinden; vor die Öffentlichkeit; Wer könnte sich vorstellen hier mitzuhelfen?

Gemeinsame “Liste der bewährten Ideen“: fürs Lager, für die Regional-Arbeit, usw.
Hier unsere Liste aus der Nord-Region.

Das Thema Mission sollte mehr in unser Blickfeld geraten!
Wir könnten eine Gruppe in den Kosovo zu diesem Missionshaus aussenden: (> hab den Link noch nicht gefunden…) Eine andere Gruppe auf einen Juropa-Einsatz!

Mitarbeiter-Schulungen im Bereich interne u. externe Kommunikation, Grundlagen Medientechnik und Öffentlichkeitsarbeit.

Ein ABÖJ ohne Kurse wird wie eine Gemeinde ohne Kinder- und Jugendstunden alt und brüchig werden.

Anker lichten!

Dienstag, 28. August 2007, von Weblog Admin

Dieser Blog soll eine transparente Plattform sein, auf der all jene, denen die Erneuerung des ABÖJ am Herzen liegt, sich austauschen können. Eine Spielwiese, auf der keine Idee zu groß und kein Anliegen zu gering ist.

Wir fordern dazu auf, dass ihr:
1. eure Anliegen nennt
2. Österreichs Bedürfnisse sichtbar macht
3. eure Ideen und Visionen austauscht

Es stellt sich die Frage, wer wir sind und wie wir miteinander arbeiten wollen! Unsere regionale Arbeit ist auch diesen Sommer gut weitergelaufen, für die Zukunft brauchen wir jedoch ein starkes überregionales Netzwerk. Wie soll dieses Netzwerk aussehen? Wer soll uns anführen? Wie wollen wir uns organisieren? Wie und wo sollen unsere Mitarbeiter ausgebildet werden? Welche Finanzierungsideen gibt es? uvm.
Lasst uns ehrlich und offenkundig all diese Fragen diskutieren! Ein Neubeginn bedeutet immer eine große Chance!

Verbunden durch unsere Liebe zum Herrn und unser Herz für Österreichs Kinder und Teenager,
Peter Müllner und Alex Pöll.

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