ABÖJ Weblog

Mit ‘Wo stehen wir im Moment?’ getaggte Artikel

Bericht - Baisc Training 2007

Samstag, 06. Oktober 2007, von Weblog Admin


Auf dem Region-Nord Weblog findest du einen Bericht zum heurigen internationalen Erlebniskurs!
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Notwendige Veränderungen auf vielen Ebenen

Donnerstag, 13. September 2007, von Weblog Admin

Ich staune nicht schlecht über die rege Beteiligung auf diesem Weblog. Ich habe das RSS-feed abonniert und lese täglich mit großem Interesse. Euer Feuer ermutigt mich sehr.
Hier ein paar persönliche Gedanken und Erfahrungen: Was war gut – wie könnte es weitergehen. Es ist ein weites und vielschichtiges Thema, das sich in verschiedenen Ebenen darstellt.

1) Vereinsebene

Der ABÖJ-Verein liegt nicht in Scherben. Der aktuelle Vorstand hat gerade was den Verein betrifft einiges geleistet: Die Gehälter werden pünktlich bezahlt, Steuern ordentlich abgeführt, die unterschiedlichen Materialverwaltungen der Regionen zusammengeführt, es wird über Anforderungsprofile und zukunftstaugliche Strukturmodelle nachgedacht. Durch Wachstum und regional widersprüchliche Entwicklungen war hier wirklich Handlungsbedarf. Hier hat der Vorstand sichtbare Verbesserungen herbeigeführt.

2) Die Zeit bleibt nicht stehen – wir auch nicht

Der ABÖJ war nie an dem Punkt zu sagen: Jetzt passt unser Angebot, so ist es perfekt. Im Gegenteil: Immer waren Dinge in Bewegung, Veränderungen und Anpassungen waren selbstverständlich und notwendig. Wichtige Lektion: Dabei nicht das große Ziel aus den Augen verlieren und der Illusion verfallen, dass wir es irgendwie alleine schaffen könnten, wenn wir uns nur entsprechend professionell anstellen!

Wir sind konfrontiert mit Realitäten, die für uns gelten, ob es uns gefällt oder nicht:

  • Ein Generationswechsel war unbedingt nötig, neue Generationen brauchen neue MitarbeiterInnen, die sie verstehen und ihre Sprache sprechen.

  • Wir haben ein qualitativ hochwertiges Aus- und Fortbildungssystem, aber kaum Leute die es nützen

  • Die neue Generation hat keinen oder anderen Bezug zum Verein. Vereine und christliche Organisationen im engeren Sinne verlieren weltweit an Beachtung. Organisierte Religion wird abgelehnt, Spiritualität hingegen gesucht. Mehr zu dieser Entwicklung in dem hervorragenden Buch Emerging Church von Dan Kimbal.

  • Gemeinden sehen uns größtenteils als Gratis-Dienstleister. Sie delegieren Mitarbeiter und Kinder und kommen nicht für die echten Kosten auf. Ebenso halten es die Gemeindebünde. Hier scheint das Hemd näher als der Rock: Schöne Worte und kein Budget.

Ganz abgesehen wer leitet, kommt, geht – und ob neue Besen tatsächlich besser kehren – sind das Fragen, denen wir uns stellen müssen. Das hängt nicht mit Vorstand, Sekretären oder sonst jemandem zusammen.

Entwicklung von ABÖJ & Co

Organisationen verändern sich fortlaufend. Nach einer euphorischen Pionierphase geprägt von Wachstum, Begeisterung und Chaos folgt eine direktive Phase des Ordnens und Strukturierens. Wenn Personalmanagement hier versagt und Dinge übers Knie brechen will, gehen hier die kreativen und vertrauten Mitarbeiter weg, die in einer – wenigstens aus ihrer Sicht – machtbetonenden (Wir sind jetzt die Chefs und du machst was wir wollen) und bürokratischen (für alles das richtige Formular) Umgebung nicht das richtige Umfeld finden. (Detailliert ausgearbeitet in „Authentische Führung“ von Paul Donders)
Wenn eine Bewegung wie der ABÖJ weiter wachsen möchte, braucht es eine delegative Phase, in der Verantwortungen an neue Teilarbeiten abgegeben werden, die dort wieder kleine Pionierphasen erleben etc. Die Rolle der Leitung verändert sich entscheidend in Richtung Begleitung, Coaching. Hier können nur Menschen erfolgreich führen, die ein großes Herz, moralische Integrität und gewissermaßen „väterliche Freundschaft“ besitzen und anbieten können. Hier braucht es Herz-Menschen, die integrative Arbeit leisten können.

Menschliche Ebene

Zwischen Sekretären und Leitung liefen die Dinge hier nicht glücklich. Trotz vermutlich guter Absichten, konnte wenig Energie in inhaltliche Diskussion gesteckt werden. Vielmehr ging es vornehmlich um Machtkämpfe und letztendlich um die Frage aller Fragen: „Sag, wer ist der Größte im Reich der Himmel“.
(Mehr über die Machtkämpfe zwischen altem und neuem Führungsstil in dem tollen Buch „Die geheimen Spielregeln der Macht“ - man meint die Autorin hätte uns zugehört!)

Dafür sollten wir uns schämen. Wir Sekretäre haben gemeinsam vor Gott die Entscheidung getroffen, dass es für das Werk und die Arbeit in Österreich das beste ist, dieser mühseligen Diskussion durch Rückzug den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das ist schmerzhaft, weil Jungschar unser Leben und unsere Leidenschaft ist, aber es öffnet den Weg für einen Neuanfang. Und das ist, worauf es letztlich ankommt: Weder die alten Pioniere (Sekretäre) noch die neuen Verantwortlichen (H. Gangl, B. Piekharz) könnten eine Jungschararbeit in Österreich und darüber hinaus in Bewegung bringen. Wenn nicht die nächste Leitergeneration den Ball aufnimmt und Nägel mit Köpfen macht, bleibt von allen tollen Konzepten nur der Heizwert.

Berufen – Befähigt – Bewährt - das sind Leute, die Gott einsetzen kann und will

Berufen
Er ruft uns, sein Joch ist sanft und die Last leicht, denn sie passt genau, hat unsere Kragenweite.
Begabt/Befähigt
Er begabt MitarbeiterInnen auf besondere Art und Weise und befähigt sie zu der Aufgabe, zu der er sie berufen hat.
Bewährt
Wir haben keinen Mangel an Schaumschlägern und Glaubenstheoretikern. Ein Blick auf das transparente Leben eines Leiters macht seine eigentliche Qualität sichtbar.

Solche Menschen sollen den ABÖJ in die nächste Phase führen. Lässt du dich herausfordern? Willst du so jemand sein? Mir schlottern die Knie, aber lass es uns versuchen!

Martin Schober,

hat auf den Fotos festgestellt, dass er ganz schön viele Falten bekommen hat
über die Jahre in der Jungschar. Es müssen wohl Lachfalten sein!


Lachfalter: Rückblick über 20 Jahre Jungschararbeit


ein paar lose Gedanken

Dienstag, 11. September 2007, von Weblog Admin

Zuerst einmal ein ganz dickes Lob an Alex und Peter, welche sich neben all der Arbeit im Studium und ihrer lokalen Arbeit die zeit nehmen um sich für das Anliegen der Jungschararbeit einzusetzen. GROSSEN Respekt!!

Auch wenn in einigen Posts von Scherbenhaufen und Konflikten die Rede ist und das nicht ganz zu Unrecht, so stelle ich doch fest, dass die Idee der ganzheitlichen Kinderarbeit, welche wir als Jungschar bezeichnen nach wie vor lebt.

In den vergangenen Jahren habe mehrere hundert Männer und Frauen sich für den Aufbau von lokalen Jungschargruppen engagiert. Unzählige haben bei Kursen und Seminaren gelernt wie sie ihre Gemeindekinder und auch solche von Außerhalb mit dem Evangelium erreichen könne und sie zu Jesus zu führen und sie auf dem Weg der Jüngerschaft zu begleiten.

Wenn ich mir die Situation so ansschaue, dann sehe ich verschiedene Ebenen.

Auf der Ebene der Kinder ist alles so wie bisher. Sie erleben tolle Jungscharnachmittage, es gab wie bisher viele tolle und große Lager im ganzen Land.

Auf Ebene der Gruppen läuft es derzeit vergleichbar rund oder eckig wie vor einem Jahr. Die Fragen der Teams nach motivierten Mitarbeiter, zündenden Ideen und wie die Kinder mit dem Evangelium erreicht werden können sind unverändert. Vielleicht schleicht sich da und dort die Sorge ein, wie der Mitarbeiternachwuchs in den nächsten Jahren geschult werden kann und wie die Beziehungen ohne professionelle Netzwerker (Sekretäre) aufrechterhalten werden sollen.

Auf Ebene der Schulungskurse sieht es hingegen düster aus. Fehlen doch mit dem Ausscheiden von mindestens drei, evt. bis zu fünf Kursleiter die Masterminds der Ausbildung.

Frage ist das eine Katastrophe oder eine Chance?

Ich denke, dass dies eine enorme Chance für die Gemeinde in Österreich ist.

Die Idee der Jungschararbeit wurde gesät und hat Früchte, viele gute Früchte gezeigt.

Nun liegt der Ball bei den Gemeinden, was sie damit machen. Lassen sie den erhaltenen Samen und dessen Früchte liegen und warten bis wieder ein Missionar kommt und mit Geld aus dem Ausland etwas auf die Füße stellt?

Vielleicht ist die jetzige Situation, wo die ehemaligen Masterminds (Vorstand u. Sekretäre) aus dem Spiel sind die Chance, dass die wirklichen Spieler den Ball übernehmen. Der ABÖJ wie wir ihn bisher kannten wurde von oben nach unten gebaut. Vielleicht ist es an der Zeit von unten nach oben zu bauen.

Über das ganze Land verteilt gibt es derzeit vielleicht 20, 30, ja vielleicht sogar 40 aktive Jungscharen. Jede von ihnen mit ihren individuellen Stärken und Schwächen. Wenn sich diese zusammentun um sich gegenseitig zu unterstützen und fördern, so finden sie Mittel und Wege dies zu tun.

In diesem Sinn wünsche ich allen Jungscharleitern und -leiterinnen viel Mut für die Zukunft.

Ruedi

Offene Fragen

Sonntag, 02. September 2007, von Weblog Admin

Es wurde immer wieder kritisiert, dass es in der Jungschar und Teeniearbeit in Österreich Defizite im Bereich Erlebnispädagogik gibt, dass EP nicht umgesetzt wird. Welche konkreten Veränderungsvorschläge gibt es hier?

Welche konkreten Veränderungen benötigt es, damit unsere Arbeit zeitgemäß bleibt? – Wann ist Zeit für Aktivitäten? Wie groß darf eine Gruppe werden? Welche Alters-Beschränkungen sind sinnvoll? Aktuelle Themenwahl? Gibt es neue Modelle?

Was bedeutet Professionalität – in christlichen Organisationen?
Leistungsdruck, Zeitdruck, Zuverlässigkeit, Transparenz, klare Kommunikation, Design, Öffentlichkeitspräsenz, finanzielle Autonomie, Unternehmenskultur, geschulte und engagierte Mitarbeiter, lesbare Erfolge, Fortschritt, …
Wie gehen wir mit diesem Anspruch um? Gibt es diesen Anspruch? Steht ein familiärer Umgang einer professionellen Arbeitsweise im Weg? Was sagt Gottes Wort dazu?

Gibt es neue Finanzierungsideen?
Lasst eure Kontakte spielen. Unsere Arbeit ist förderungswürdig!

Wachstum: Wohin?
Hat Österreich nicht eigentlich 9 Bundesländer? – Ist da jemand? OÖ: 38 Evangelikale Gemeinden; NÖ: 23; Burgenland: 4; Wien: 39; STMK: 18; Kärnten: 17; Salzburg: 9; Tirol: 18; Vorarlberg: 10; Gesamt: 176; (s. Gemeindeatlas, http://www.freikirchen.at/)

Wo stehen wir im Moment? Aktive Jungscharen; Mitgliedsgemeinden; Mitarbeiter; Räumlichkeiten; Material; nahe Ziele; wie viele Kinder könnten im kommenden Sommer mit aufs Lager kommen?
Eine Auflistung der Fakten von jeder Region wäre denk ich eine gute Sache.